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3. Heft (1789) [Mit Prospekten ; nebst Zusätzen und Verbesserungen zum zweyten Heft]
Entstehung
Seite
22
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Gegen die Verleumdung, als od er durch allerhand unerlaubte Wege die Chur»würde erblich machen und auf seine Erben bringen wolle, gab er den 19. Dec. 1582,noch vor seiner Vermahlung, ein Edict heraus, worin er feyerlich erklart, daß er niediese Absicht gehabt habe; daß es vielmehr sein vester und ernstlicher Wille sey,daß das Domkapitel nach seinem Tode eine freye Wahl anstellen, und diese Walchfreyheit auf immer behalten möge; er habe zwar die Finsternisse des Pabstrhumsverlassen, und allen feinen llnterthanen die Gewissensfreyhcit gestattet: er wolle aberNiemand zu feinein Glaubensbekenntnisse zwingen, sondern einein feden frey stellen,wie er über die Religion denken wolle; er verspreche auch die Privilegien, Freyheßten und Gewohnheiten seines Erzbißthums nie anzugreifen, noch das Domkapitelseiner Wahlfreyheit zu berauben»

Gebhard hatte in seiner Jugend auf verschiedenen Akademien studiert, reistehierauf nach Rom und hielt sich bei) seinem Onkel auf, der Cardinal war, und warallgemein beliebt. Als er nach Deutschland zurückkehrte, ward er Domprobst zuAugsburg, Domdechant zu Straßburg; Domherr und endlich Erzbischoff zu Colin.Selbst nach dem Zeugniß seiner Gegner war er ein sehr herablassender, gütiger undvortrefflicher Regent. Sein Fehler war, daß er nicht immer mit der gehörigenKlugheit und Kaltblütigkeit zu Werk gieng. Aber sein Andenken zu lästern ist inmeinen Augen Hochverrarh gegen die gute Sache und gegen die ohnehin genugunterdrückte Menschheit.

Vierte Kupfer tafel.

Aussicht nach dem Nonnenwerth, Grafenwerth/ und Rolandseck.

/Hin entzückender Anblick! Der Zeichner nahm seinen Standort auf einem am rech,ten Rhcinufer, oberhalb dieser Ausficht gelegenen Berge; (ich glaube unterRemagen auf dem Apollinarisberge) Am rechten Rheinufer erblickt man dasDorf Honnef, hernach eine halbe Stunde weiter Röhndorf und endlich, wieder ei»ne halbe Stunde weiter unten, den Flecken Kvnigswinter. An dem nämlichen Uferist ein Theil der sieben Berge zu sehen, nämlich die Löwenburg, worauf ein Thurm,die Wolkenburg, (worauf man nach Süden eine Steinrutfche bemerkt, die vonden herabgeworfenen Bruchstücken des daselbst gebrochenen KönigswinteM Steins

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