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3. Heft (1789) [Mit Prospekten ; nebst Zusätzen und Verbesserungen zum zweyten Heft]
Entstehung
Seite
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Rengsdorf, Honnefeld, Anhausen, Rückeroth und Nordhausen, samt dem BannSelters - Mapein; ferner das Dorf Oberbieber, das Schloß und den Burgfrie-den zu Braunsberg, beyde Haufe, zu Isenburg, (dasWiedifche und Runkelifche,)mit dem dazu gehörigen Thal und Burgfrieden , samt der Meudifchen Gerechtig-keit; ferner die Dörfer Grcnzhaufen, Hilgenroth, Alsbach, Honsdorf und den HofRems, mit aller hohen, Mittlern und Niedern Obrigkeit, mit Lust und Unlust ha-lben sollten.,, -

Dagegen solltet, des Grafen Wilhelms Erben das Schloß, den Fleckenund das Kirchfprenkel Dierdorf, ferner die Kirchsprenkel: Urbach, Raubach, Pu»derbach, (sammt dem daringelegenen und verfallenen Schloß Rcichenstein,) Wam-bach und Oberdrieß; dann auf der Haufenbach Freyenrachdorf, Haufen und El»genroch; ferner das Schloß, den Flecken und die Herrschaft Runkel, die drei) zumStein Runkel gehörigen Dörfer; ferner beyde Zehenden Schuppach undOemme»rau; ferner die Binnfangische Gemeinschaft mit Westerburg sammt der Runke»lifchen Gebühr zu Westerwalde, Neuenkirchen, Marienberg, Emrichsheim u. f. w.erhalten.

Das Recht der Erstgeburt war noch nicht eingeführt. Daher verordnete dasKaiserl. Reichskammergericht, daß die Grafen, Georg zu Nassau und Conrad ZUSolms, die Regierung im Namen aller hinterlassen«. Söhne Hermanns I. führensollten. Ioh. Casimir ward 1 59Z Domherr zu Straßburg. Die drei) übrigenBrüder konnten wegen der LandeStheilung unter sich nicht einig werden, und be-schlossen endlich im I. 1611, daß der altere Graf Ioh. Wilhelm einstweilen aufdrey Jahre allein regieren sollce. Nun folge also

XVI.) Johann Wilhelm Senior. Dieser vermahlte sich '1606 mit Mag»dalcna Gräfin von Hardcck, (geb. 1577 f 2 April 1657.) Als aber GrafWil-hclm von Dierdorf, der abgedachte Bruder Hermanns I. 1612 ohne mannlicheErben starb, fiel feinen Vettern desselben Landestheil zu. Weil sich aber die ganzeGrafschaft nicht füglich in drey Theile theilcn ließ, so fand man den iüngern BruderPhilipp Ludwig mit 80,000 Gulden baaren Geldes ab. Johann WilhelmSenior aber erbielt, vermöge der 16 ig errichteten Srammsvereinigung: Wied,Braunsberg u. f. w. oder die niedere Grafschaft Hermann II. aber: Dier--dorf und Runkel oder die obere Grafschaft, wie denn im Jahr 1595 die Lan-des! l eilung war gemacht worden. Allein Philipp Ludwig war unzufrieden undglaubte zu kurz gekommen zu seyn. Man machte also im 1.1615 aus, daß er100,000 fl. an baaren, Gelde haben, und daß, nach dem Aussterben der mannlichen

Nach-