entstand^, ist,) und nahe am Rhein den Drach nfels mit einem Thurm und ei»nigeu Ruinen.
Von den zwei) im Rhein siegenden Eylanden heißt das rechte das Grafen«Werth oder G ra fene y l a n d/ das linke das Nonnen - oder Rolandswerth.
Am linken Nheinufer liegt ein kleines Dörfchen und das verfallne SchloßRolandseck. Nolandseck liegt ungefehr 2 -. Stunden oberhalb Bonn.
Schon im I. 1 120. fieng man an, auf dem Rolandswerth, welches Chureoll»nisch ist, ein Kloster zu bauen. Im Jahr 1 77Z. brannte es nebst der Kirche reinab; und im I. 1775- stund wieder ein neues prachtiges Gebäude da. In dem fürdas Cöllnische Erzsiift so fatalen dreysigiährigen Kriege, wodurch es von 16^bis 1648 (weil der damalige Churfürst Ferdinand I. ein geborner Herzog vonBayern, die dein König Gustav Adolf versprochene Neutralität nicht beobachtete,sondern es mit Oesterreich hielt,) erbärmlich verheert wurde, plünderte der Schwe»dische General Baudissm im Oct. 1632. das Kloster Rolandswerth/ ffeben sowie Linz. Apollinarisberg/ Remagen Oberwinter und Andernach ) Die Ron»neu haben Clansur, und dürfen nur ein paarmal die Woche einige Stunden aufihrer Insel spatzieren gehen- Ein fremder bekommt auch keine Nonne zu sehen, son»dern wird, wenn er in's Kloster geht, von dein Pater Prior empfangen und unter»halten. Die benachbarten Anwohner des linken Rheinufers fahren oft über densehr schmalen Strom des Rheins, um auf der Insel in derKlosterkirche dem Got»tesdienst beyzmvohnen. Diesen Weg nehmen auch die Klosterdomestiken, um dieGeschäfte desselben auswärts zu besorgen. Die Insel mag ungefehr i<5o Quadrat»morgen halten, wovon 60 Morgen zu Ackerland gebraucht werden. Der übrigeRaum wird zu Gärten, Weingärten, Baumgärten und Wiesen benutzt; denn dasKloster hat seine eigene Wirlhfchaft und Viehzucht.
Das Grafenwerth ist ungefehr 60. Quadratmorgen groß, und gehört demChurfürsten von der Pfalz. Es wohnt ein Pachter darauf. Diese Insel ist un»gleich fruchtbarer als das Rolandswerth-
Zwischen beyden Inseln fließt der Rhein mit einem so starken Strom, daßdie Schiffe, die immer zwischen diesen Inseln durchfahren müssen, der Hülfe desRuders nicht bedürfen.
Da man auf dem Rolandswerth Basalten antrift, so sind beyde Jnstln,wenigstens Rolandswerth/ vermuthlich vulcanischen Ursprungs.
Rolands-