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kündeten/ Truppen in Sold und die besten Platze im Er;stift,lm Münstcrlande undin Westphasen besetzt. Bonn war bevestigt; und Carl, Gebhards Bruder, lag darinmit einer starken Besatzung; denn Gebhard verließ zwei) Tage nach seiner Vermah»luug den 4. Februar, die Stadt Bonn, und hielt sich mit seiner gesammelten Ar»mee, die Anfangs Casimir, Herzog von Zweybrücken, commandirte, ander»schiedeNen Orten auf. Herzog Ernsi sammelte also ebenfalls Truppen und ließ sehnen Bruder Ferdinand kommen, der eine Armee von tZO0O Mann mitbrachte.Spanken, das damals von dem weltberühmten Philipp kl. tyrannisirt wurde, moeh»te gerne im Trüben fischen und ließ also dein Herzog Ernst durch den Generalgou»verneur der noch übrigen niederländischen Provinzen, den Herzog von Parma,Hülfstruppen anbieten. Ernsten war dieses ganz erwünscht; und er nahm Spa-nische Truppen unter dem Commando des Grafen V0N Arenberg in Sold. Auchder Graf Salentin von Isenburg, der die Churwürde vorhin resignirt hatte, stunddem Herzog Ernst bey. Der Pabst gab zu diesem Kriege 60,000 Thaler her.Bonn wurde belagert; und der (Rras von Arenberg nahm das Schloß Pöppelnbors ein, wo er die einige Hundert Mann starke Besatzung niederhauen ließ.
Herzog Ferdinand von Bayern belagerte Godesberg und sieng an, es voneinem, hinter dem Schlosse nachdem Walde zu gelegenen Hügel stark zu beschießen.Aber die, meistens aus Hollandischen Matrosen lind Freybeutcrn bestehende, Besa-tzung besserte des Nachts wieder aus, was am Tage war beschädigt worden- Fer-dinand ließ also an dem Berge, nach der Seite gegen Frießdorf, Mienen graben;und diese waren in einigen Tagen fertig. Den i s.Dec. legte man Morgens frühdas Ferler an; und gegen ein Uhr Nachmittags sprang ein Thcil des Schlosses indie Luft, und machte eine grosse Oefnung. Die Besatzung legte das Geschütz indie gemachten Ruinen, und feuerte es auf die in dichten Haufen andringende Fein»de. Doch diese bemeisterken sich endlich den i^.Dcc. des Schlosses und fandenblos noch 72 Mann. Diese heldenmüthige Manner, die sich mit unglaub»sicher Tapferkeit gegen eine überlegene Macht vertheidigt hatten, wurden alle umbarmherzig niedergesabelt, den einzigen Commandanten ausgenommen, für den dervor einigen Monaren von der Besatzung gefangen hinweggeführte Prälat von Hel-sterbach anhielt; denn dieser war von jenen, in seiner Gefangenschaft sehr menschen-freundlich und höfisch behandelt worden.
Bonn wurde nun enger eingeschlossen; und nachdem man jenseit des Rheins,zu Beuel ein Bollwerk angelegt, fieng man an, von dort aus die Stadt zu beschießen.Gebhard schickte zum Entsatz Bonns von Schönstem aus den Herzog Heinrich
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