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(ein altes Schloß in dieser Gegend hat dem Amte diesen Namen gegeben,)über das Dorf Vurscheid, und über Nosbach ein artiges Dorf an derWieddach in einem romantischen Thale. Hierftlbst ist ein sehr hoher ke-gelförmiger Berg der auf einem andern Berge liegt, wo es fehr dickeharte Basalte giebt. — Ich kam ferner auf die Linzer Haynen, woselbstauch ein runder Berg, der Stumpcrich, Basalte von der weichen grauenArt enthalt. -- Ehe man nach Hönningen kommt, liegt das Gräflich Ley-ische Schloß Argenfels auf einer Klippe am Abhang des Berges. Es istein Gebäude des 16. Jahrhunderts mit hohen Bollwerken nachdem Rheinzu. Es ist ein Thiergarten dabey, worin aber jetzt kein Wildpret mehrist, und die meisten Eichen gefällt sind.
In Hönningen hat die Madame Jamens eine schöne Sammlung vonPorträten Trierischen Kurfürsten.
Die Herrschaft Hönningen/ gehörte ehedem der Grafl. JsenburgischenFamilie. Beym Aussterben dieses Geschlechtes, fiel sie durch das Rechtdes primo occupAnris an Kurtrier. Ein gewisser Graf von der Leo warKurfürst, und schenkte diese Herrschaft als ein Lehen jemanden aus seiner Fa-milie, welche es noch besitzt. Aber der jetzige Kurfürst fordert die hoheGerichtsbarkeit, wie er denn ganz neulich, diese Woche die hohe Ge-richtsbarkeit in Forstsachen durch den Herrn Geheimenrath Coßausen ausKoblenz, einem Sohn des berühmten sel. Leibarztes Cohausen, behauptet hat.
Eine Viertelstunde ober Hönningen liegt in einem Thale ein schönesLandgut, der Mönchhof, welcher der Norbertinerabteh Rommersdorf beyNeuwied gehört. — Dieses anmurhige Thal hinaus erstreckt sich bis ausden Berg der prächtige Hönningerwalb, welcher ungefähr 2000 Morgenhält und izStunde lang ist. Weil er in gutem Stande schalten wird,so entsteht nie ein Holzmangel darin. Alle Jahre werden gewisse Di-strickte gefällt; und dieß wechselt ad, auf diese Art bleibt er immer in ei-nem guten Stande. Er macht nebst den Weinbergen den vornehmsten Theildes Reichthums der Hönninger Einwohner aus.
In den Gegenden am Rheinstrom, im Trierischen, Kölnischen, Jü-lic hschcn, Bergischen, nicht weniger auf dem Walde, findet man an denLandstrassen viele kleine Häuschen, worin Statuen der Heiligen stehen; diese
nennt