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Schellen mir wenigstens ganz Chinesisch vorkam, eben so wie die bekränztenKnaben ein Ueberbleibsel griechischer Sitten anzeigten. — Sogar die Prozessionund das Herumtragen der Bilder, wovon das Fest den Namen Gottes-tracht, (Ideopbvria,) hat, sind griechischen Ursprungs, eben so wie derTitel: I'omikdx l^aximus, den der Pabst führt, Römischen Ursprungs ist.Denn der Oberpriester im alten Rom mußte zugleich die Tiberbrücke imStande halten, und hies daher ?omikex l^aximaz, d.i. Oberbrückenmeister.Freylich werden unsrc Priester mit dem Brückenmeisier zu Rom diese kühnenVergleichungen für heterodox halten. Doch, ich kann mir nicht helfen; ichmuß meine einfaltige Meynung, nach meiner Gewohnheit, gerade heraussagen. — Reimbach hat vortrefliche Aecker und Waldungen. 11 MorgenLandes sind vor 72 Gulden verkaust worden. Auch ist hier eine Mission,welche die Exiesuiten halten, wobei) sie zu gewissen Zeiten auf einem öffentlichenGerüste predigen und allerhand Scharlatanerien treiben.
Eine Stunde Westwärts Reimbach liegt ein runder Berg der Tom-berg genannt, wovon ein Amt seinen Namen hat. Es liegt auf diesem Bergein runder Thurm, das Ueberbleibsel eines ehemaligen freyhsrrlichen Schlos-ses. Man hat mir erzahlt; daß noch vor nicht gar langen Jahren ein Mannin einem Keller daselbst eine schwere silberne vergoldete Lichtputze gefunden ha-be, ferner, daß eine Wasserleitung durch die Erde vom Tomberge bis nachReimbach auf eine Mühle gegangen sey, wodurch man zur Noch habe gehenkönnen. — Auch diesem Tomberg werden auch Basalte gebrochen. Ueber»Haupt habe ich bemerkt, daß die hohen kegelförmigen Gebirge Basalte haben.—Eine Stunde von Reimbach liegt nach Norden Flammersheim das Haupt-dorf einer Herrschaft gleiches Namens, woselbst der Besitzer, Baron vonDalwigk, ein Schlos, und seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat. Es sind da-selbst verschiedene Protestanten, welche Tuchfabricken haben. Der Hr. Ba-ron, ein sehr schöner, artiger, gelehrter, geschmackvoller Mann, ist selbst re-formirt. Daselbst ist neben dem Herrschaftlichen auch ein KurfürstlicherVogt; denn der Baron ist nur Mithcrr. Hicrselbst herrscht ein sehr grosseswechselseitiges und verhaßtes Mißtrauen zwischen den Katholiken und Protestan-ten, ein sehr grosses Uebel für das gesellschaftliche Leben und die Aufklarung.
Der Freyherr von Dalwigk, ist auch der Besitzer des oben erwähntenTombergs. Und das Amt hat davon seinen Namen. — Eine ViertelstundeI von Flammersheim liegen die Heyden Schlösser Ringsheim und Schweinheim,
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