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F. Deurer, einen Evangelisch-Lutherischen Kandidaten. Die beyden rechtenso fort nach Haniburg, und wollten mit Empfehlungen nach Petersburg ge-hen, woselbst ihr Mann nach Campcns Lehrbüchern die Knaben, und sieselbst nach der Beaumont Mädchen unterrichten wollte. Das Projekt zer-schlug sich, und sie halten sich jetzt, wie ich höre, in den Staaten des Kai-sers auf, und beschäftigen sich mit der Erziehung. In Hamburg wurden siemit Herrn Campe bekannt, der sie seinen Freunden und Gönnern bestensempfahl. Ich habe Mariannens Originalbriefe gelesen, die sie an ihren Vet-ter, Hrn. Apotheker Vithens in Remagen geschrieben hat, auch verschiedeneherrliche Gedichte, z.B. Elegie eines Sächsischen Bergofficirs, auch ein artigesGedicht von ihrem Manne, das er bey der Abreise nach Hamburg zu Bonnden 24. Aug. 1782. schrieb; es führt den Titel: "An meine Lieben in Re-magen, Bonn d. 24. Aug. 82." Marianne hat neben dem dichterischenRuhm noch das Verdienst eine grosse Kennerin der Sprachen und Wissen-schaften zu seyn; und sie schreibt eine zierliche Handschrift. Das Glückwar ihr nicht sonderlich gewogen, welches seine Geschenke dem Verdienst zuentziehen, und entweder an vornehme, und vevdienstlose oder gar schlechteLeuten zu verheilen pflegt. Wenn Tugend, Wissenschaften, Genie, Red-lichkeit und Geschmack belohnt zu werden verdienen, so verdienen es gewißMarianne und ihr Mann.
Im 1.1778. war auch Herr de Luc, der eine Vo^aZe l'^llenwZnsgeschrieben, in Sinzig; er sah den todten Körper, und ein französischer Pateraus dem Minoritenkloster, welches Oöe heißt, begleitete ihn. — Sinzigliegt am Aarfluß, eine kleine halbe Stunde vom linken Rheinufcr entfernt. -
Nun schlug ich mich über den Aarfluß, seitwärts nach dem Gebirge.Ich reifste durch eine Fläche bis ich auf Bavendorf, eine halbe Stunde vonSinzig einem Dorfe mit einer Herrschaft kam, welche dem Baron vonKlud in Koblenz gehört, und einen Herrschaftlichen Richter, den Hrn. Li-zentiaten Schlemmer, den Verfasser verschiedner ökonomischer Schriften, inLinz, hat. -- Bodendorf liegt an der Aar, welche wegen ihrer milden ro-chen Weine, die an ihren anmuthigen Ufern, in den schönsten Thälern wach-sen, berühmt ist. Ober Bodendorf reißte ich das Gebirge herauf. An denHolwegen fand ich vielen Mergel. Eine halbe Stunde ober Bökendorf,liegt schon auf dem Berge der Kühlerhof, und eine halbe Stunde weiter Küch-dong, welche beyde dem Hrn. von Klud und zur Bodendorfer Herrschast ge-
E z hören.'