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Im zweyten Stockwerk sind runde Fenster angebracht, welche nach innen undnicht nach aussen vertieft sind.
Die runden sowohl als die langlichten Fenster haben runde dunkle Fen-sterscheiben.
Der Boden der Kirche ist sehr uneben wegen der vielen eingesunkenenGrabmaler. — Die Säulen sind von Graustein. — Das Altarblatt deshohen Altars ist schlecht, und stellt die dem Kaiser Constantin dem Grossengeschehen seyn sollende Erscheinung des Kreuzes vor, mit der Beyschrift:?-m0eivl In live riAno Vintes, worin die Jahrzahl 1708. enthalten ist.
Ein anderer Altar soll das Monument des Stammvaters der Grafenvon Metternich seyn. Er ist von einer Art grauen wilden Marmors gemacht.
Ferner ist in dieser Kirche ein wunderthatiges Marienbild, welches indem Felde bey Bodendorf soll gefunden worden seyn.
Ein heiliges Grab, welches in einer Ecke auf der linken Seite der Kir-che steht, ist in Stein gehauen, mit den darum stehenden Statuen Josephsvon Arimathia, des Evangelisten Johannes, der drey Marien, und des Ni»kodemus. Es ist sehr natürlich. Ein Altarblatt aus der auf dem Kirchhofstehenden Kapelle lag zusammengerollt in der Kirche in einem Schrank. Esstellt die Geburt des Heilandes vor, und ist vorrreflich gemalt; nur scheinenmir die Finger der Jungfrau Maria zu lang zu seyn.
Die Kirche soll vor ungefehr 700 Jahren erbaut worden seyn. Siehat den augenscheinlichen Mangel, daß ihr eine Orgel fehlt.
Auf dem Kirchhof an der östlichen Seite der Kirche liegt die Kapellemit einer unterirdischen Gruft, worin ein berühmter unverwester Körperliegt. Der Pfarrer hat den Schlüssel dazu. Ich lies ihn um denselbendurch den Küster bitten. Er lies sich verlaugnen. Ich sagte dem Küsterganz dreist, daß ich nicht glaubte, daß jemand gleich nach dem Mittag ineiner so grossen Hitze, (denn das Fahrenh. Thermometer hatte 7z Grad übero,) spazieren gicng. Der Küster gestand die Wahrheit, und sagte ich mög,te selbst hingehen. Ein kleiner Knabe führte mich hin. Der Knabe lief vormir hin; und ich war schon vor der Thür, als der Herr Pfarrer zum Kna-ben rief: „Ich bin nicht zu Hause.,, Ich gieng aber dreist hinein, und sag-te dem Pfarrer, der eben aus der Stube kam, was der Zweck meines Be-suchs