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ren durch Alter zerstört; aber, weil ich mich ein wenig geübt habe derglei-chen Schriften zu lesen, so brachte ich doch alle Worte heraus; ich weisaber nicht, ob dieß einem jeden gelingen wird, oder vielmehr, ob sich einjeder die Mühe geben wird eine solche Schrift zu deschiffriren. — Geradedieser Tafel gegen über hieng eine, die
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gewidmet war, der 1589. starb.
Ein andres Monument war die in grauen Marmor gehauene Statue ei-nes alten Ritters mit folgender Aufschrift:vni 1541. uff.den 2 8.Julii ist gestorbender erenvest DanielSchilling von Lanckendem Got
G. S. A. (d. i. gnadig sey. Amen.)
Diese Aufschrift ist mit Mönchsschrift eingehauen.
Daß in eben dem 16. Jahrhundert Gefahr vor der Reformation mußgewesen seyn, schließe ich aus dem Denkmal eines Pastors dieser Pfarr-Kirche, dessen Namen mir entfallen ssr, der 1558. starb und gerühmt wird,daß er der katholischen Religion getreu gewesen sey. Aber der Hr. JunkerDaniel Schilling von Lancken muß gewiß ein achter Katholick gewesen seyn;denn er hat einen grossen Rosenkranz in der Hand, welchen ich auch bey ei-nigen Statüen in der Kirche zu Laag bemerkt habe. — Aber mehr als alleRosenkranze und alle Ritter von der Welt rührte mich Ludwig HillesheimsDenkmal. Und wie viele sterben unberühmt, die eben sowohl als Hillecheimein Denkmal verdient hatten! Warum? "Lareiw guw vare lam-o," kann manmit Horaz antworten. Und Horaz hat sogar Unrecht nicht, wenn er kurzvorher sagt:
lepultae clilkat inertiaeLelaca virms."
Wenn man keinen andern Grund hatte die Dichter zu schützen und aufzu-muntern, so wäre der schon hinreichend, daß sie die Tugend und grosse Hand-lungen rühmen, und der Vergessenheit entreißen.
An dem untern Ecke der Stadt, ist nach dem Rhein zu ein grosserrunder Thurm mit einer doppelten Galerie, der aus dem 9. oder ic>.Jahr--
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