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II. Heft (1785) [Mit sechs Prospekten]
Entstehung
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lofophischen Einsiedelei). Ich las ihm ein paar Gedichte vor; wir' unterre-deten uns über litterarische Sachen, priesen unfern besten Fürsten, sprachenauch sehr Vieles von Ihnen; und zum Abschiede schenkte mir Hr.B. einpaar litterarische Picxen.

Zu Linz kaufte ich einige zu meiner Reise nöthkge Sachen und ritt um8 Uhr ab. Zu Wallen, einem Wirthshause ober Linz, ward ich von einemalten Bekannten angehalten. Ich trank auf dem Pferde sitzend mit ihm einGlas Wein. Wir rirten im Dunkeln weg, kamen Leuzdorf und Argen-dorf vorbei), und um halb 10 Uhr hieher nach Hönningen. Zur Nochbekam ich ein Nachtquartier, weil fast alle Wirthe sagten, sie hatten keinenHabtt und kein Heu für mein Pferd. Als ich unter der Anweisung einessehr höflichen Juden über eine Viertelstunde herumgeritten war, erhielt ichmein Logis bep einem ebenfalls sehr höflichen Hufschmiede, bey dem ich diesesschreibe.

Die Nacht war schwül; kaum s Stunden schlief ich; um halb 5 Uhrstund mein Fahrenh. Therm, auf 65 Grad über o; die Hitze verminderte sichaber mit dem Fortgange des Tages; denn um halb 6 Uhr war der Mer-kur schon auf den 6z. Grad gesunken. Seit dem vorigen Sonnabend sinddie Walder durch eine plötzliche Hitze grün. Zu Hannes kam am Sonn-abend. Feuer aus, wo der Südwestwind verursachte, daß vom Dorf s sHauser abbrannten, eins Frau erstickte, ein lcssahriger Knabe, z Kühe, einBock und eine Ziege verbrannten. Im Dierdorsischen war auch einBrand.

Der Flecken Hönningen ist ein dem Grafen von der Leyen zugehörigesKurtrierisches Lehen. Der Kurfürst von Trier zieht die Simpel, der Grafvon der Leyen die übrigen Abgaben. Der Beamte des Grafen von der Leyenist Herr Kammerrath Caramo auf dem hinter Hönningen gelegenen SchlosseArgenfels. Dieser halt einen in Hönningen wohnenden Jager. DerHönninger Wald soll 2020 Morgen groß ftyn; er wird Forstmassig behan-delt, und wirft viel ab.. Merkwürdig ist das Hönninger Wasser; es istvikriolisch. Vor der Ueberschwemmung hatte es einen geistigen pricklendenGeschmack; jetzt ist es fader und unangenehm vitriolisch geworden, weiches dieEinwohner der Ueberschwemmung zuschreiben.> Im heissen Sommer ist esauch viel starker, als im Winter. ^ Die Pfarrkirche ist gar schlecht,

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