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II. Heft (1785) [Mit sechs Prospekten]
Entstehung
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V o r b e r i ch t.

siehe es aufrichtig, habe ich geschrieben. Es waren eigentlich verschiedene an einen gutenFreund gerichtete Briefe über eine kleine Reise, die ich im May des 1.17K4. zur Wiederher-stellung meiner damals sehr schwächlichen Gesundheit unternahm. Ich dachte nicht daran,daß diese Briefe, wie sie da waren, jemals würden gedruckt werden, auch nicht, daß ich je ei-ne malerische Reise schreiben würde. Und wer legt denn in freundschaftlichen Briefenalle Worte auf die Waagschale? Als aber Herr Artillerie-Lieutenant Düpnis nachherverschiedene, für die N?eigel - und Schneidcrsche Buchhandlung bestimmte, Prospccteaus den von mir bereisten Gegenden zeichnete, stellte mir mein Freund meine Reisebeschrei-bung zurück; und ich gab sie, weil ich damals gar keine Muße hatte, auf das dringendeErsuchen des Herrn Dupuis, demselben wie sie da war, ohne etwas daran abzuändern.lUno Mae laei'vmae! Als das Werkchcn herauskam, wußten einige übelgesinnte Men-schen, die mein Vertrauen mißbrauchten, den Verfasser bald zu nennen. Man gieng sogarsoweit, mich bey einem großen und sehr verehrungswürdigen Reichsfürsten als einenich weiß nicht welchen Mann, aufdie niederträchtigste Art, anzuschwärzen. Noch mehrman bürdete mir die größten Kleinigkeiten als ahndungswürdige Verbrechen aus., ZumGlücke für mich war jener erhobene Fürst zu aufgeklärt, um zu den niedrigen Absichtenmeiner Feinde sein Ansehen und seine Macht zu leihen.

Es ist wahr, ich habe gefehlt, daß ich mein Manuscript nickt abgeändert habe; daherviele Kleinigkeiten stehen geblieben sind, die ohne Nachthcil hätten wegbleiben können.Verdiene ich aber deswegen verdammt zu werden? Ich habe gefehlt, daß ich meinemFreunde ganz offenherzig meine Gedanken über die mir vorkommenden Gegenstände schrieb;denn ich hatte einen schonen Firniß darüber ziehen sollen. Verdiene ich aber deswegenverdammt zu werden? Ich habe gefehlt, daß ich mich über unverdiente Grobheiten, welcheeinzustecken mein Stand mir verbietet, beschwert und vielleicht etwas zu satyrisch ausge-drückt habe: denn ich hatte fein niederträchtig kriechen oder zu Hause bleiben sollen.

Ver-