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[1. Heft] (1784)
Entstehung
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Fasse der Wolkcnburg/ lind ihres nächsten Nachbars, der aber westlicher undsüdlicher liegt, des Drachcnfels kömmt.

Den Namen Wolkcnburg hat der Berg vermuthlich wegen seiner Hö-he erhalten: denn, ehe man daselbst den Granstein gebrochen, stand nickt nur einfestes Schloß darauf, sondern er war auch an sich höher als der Drachenfels.Diese beyden Berge gehören in das sogenannte Landlein Drachenfels/ eine Herr-lichkeit, welche jetzt den Frevherrn von Lombel-Goudenau zustehet. Die Grau-steinbrüche find an die Steinhauermcister verpachtet, dergestalt, daß diese von je-dem Pferdkarn zwölf Stübcr zahlen müssen. Ehedem gaben sie achtzehen Stü-berr alS sie sich aber wegen dem, des vielen aufgehäuften Schuttes halben nunbeschwerlichern und minder einträglichen Steinbrechen darüber beschwerten, wur-den ihnen 6 Slüber naHgelassen.

Man findet drey Hauptsreinbrüche daselbst, einen, welcher der niedrigsteist, nach Nordwest, den zweyten nach Norden, und den dritten nach Osten.Die Steine werden theils mit eisernen Hacken und Hämmern gebrochen, theilsaber mit Schießpulver gesprengt. Sobald der Stein gebrochen ist, wird erbehauen, und nach O.uadralfüssen ausgemcssen. Die Brüche bestehen ausverschiedenen Gängen, deren Seiten erstaunlich grosse Haufen von Schutt odersogenannten Mauerschrotten, und ungeheure Steinklumpen, die alle Augenblickden Einsturz drohen, ausmachen» Daher wandelt man in diesen Gängen mitFurcht und Zittern. Und, da die Arbeiter in den Brüchen den Berg gleich-sam ausholen, so wundert man sich, daß nicht mehr Menschen von den herab-gestürzten Steinen zerschmettert werden: wiewohl es an Beyspielcn dieser Artgar nicht fehlet.

Der Graustein selbst ist ziemlich gut, und ich glaube, unter allenSteinen am besten zu bearbeiten. Merkwürdig ist doch, daß die Brüche imWmter der freyen Luft nicht auc-gesetzt bleiben dürfen, indem sie dadurch Rissekriegen, und zum Bearbeiten untauglich werden. Dieß geschieht, wenn das,zwischen die Nisse der Steine eindringende Wasser gefrieret, und sich ausdehnet,so, daß die größten Steinmassen nicht wiederstehen können, sondern voneinandergesprengt werden; wie man dieß an den Ungeheuern, zwischen dem Schutt be-findlichen Klumpen bemerkt. Aus diesem Grunde werden die Brüche beymAnfange des Winters im October schon von den Arbeitern bis auf den Frühlingverlassen, uns nut Schutt bedeckt, wodurch sie vor aller Beschädigung beschützetwerden. Der