Druckschrift 
[1. Heft] (1784)
Entstehung
Seite
28
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Dikasterialarchive- und Kanzleyzimmer, ein trauriger Raub der Flamme, diealler Gegenwehr trotzte, und unaufhaltsam Sachen und Menschen schlang undunter den Schutt begrub.

Der Schade ist wohl nicht in Gelde anzuschlagen, aber leicht zu ermes-sen, demjenigen, welcher die Zimmer vor dem gesehen hat, und sich erinnert, wiereich an künstlichen Zierrathen aller Art, und wie voll der kostdaresten Meudlesdieselbe gewesen seyn.

Nun wird alles frevlich wieder hergestellet: auch verlaugnet Map >Friedrich hier seinen vortrefiichen Karakter nicht, indem er wichtige Summenaus eignen Mitteln zusetzt, um dem Lande die Last des Beytragcs möglichst zuerleichtern: aber wahr bleibet es immer, daß oft ein Augenblick verdirbt, wasJahrzehende nicht ersetzen.

Da das äussere Mauerwerk des Schlosses durch jenen Brand nicht un-brauchbar worden ist: so hat das Aussehen desselben nach der Gartenseite, wiees auf der Kupfertafel vorgcstellet ist, wenig verlohren.

Der Eine Hintere Thurm, (worinn sich bis zu jenem Tage das Glocken-spiel befand,) ist ganz: von den deichen vordem aber blos das Dach heruntergerissen, und durch ein anderes, inwendig herunter gehendes, ersetzet worden.

Statt der Mangard zwischen diesen Heyden Thurmen hat man em ein-faches, spitziges Dach angebracht, wodurch die hohe Gallerie in der Mute un»brauchbar, mithin bis zu den Fenstern des zweyten Stockwerkes abgenommenwurde, wo nun ein kleiner Giebel oder Fronton, in Form eines Triangels ange-bracht ist.

Das Portal hinunter führet in den innern Hof, der mit Schwibbogenumgeben ist, die unter spitzigen Dachelchen stehen.

Bey diesem Eingange soll, dem neuen Plan gemäß, die Haupt-oderPrachrstiege angeleget werden. Die vorige war von schönen Marmor; hatteein gutgemalteö Platfond ! und machte überhaupt ein herrliches Ansehen.

Und hiemit fey es genug vom Schlosse selbst? Um nun noch etwasvon feinen Garten zu sagen; so dörfen wir uns frevlich bey dem eigentlichen Hof»eder Schloßgarten nicht lange verweilen, weil er nichts besonderes hat: welchesum so unbegreiflicher ist, da überall bey den LustMvA'rn, weiche Clemens Au-gust