des angehenden Hagestolzen. ioz
steht man sie reinlich nnd nett, mit Gefühl und Geschmack,ingeputzt. Fordert ein Tag zu seiner Ehre mehrernGlanz: so scheidet die Linie derAnmnth, das angemesse-ne vom ausschweifenden; und selbst derlleberflnß, wennihn die Ehre durchaus erfordert, borgt bey ihr die be-scheidene Miene des Nothwendigen. Dasjenige, was sienicht haben kann oder will, entbehrt sie ohne Rothe, undfühlt sich zu Fuße so groß, als in einer vergoldeten Ca-roffe. Ihr Anzug ist nach jeder Mode und über alle, oh-ne daß man es bemerkt; aber auch ohne daß man an ihretwas vermißt; und nichts gleicht derselben, was dieSeele betrifft, als die Schone, wovon der schwärmeri-sche Petrarch oder sein Nachahmer sagt, daß sie vor demRichterstuhl, vor welchem einst unvollbrachtes Wollenund kaum empfundene Gedanken büßen müßten, ihre hol-den Augen in stiller Hoffnung empor richten dürfte....
Aber Dame Laura war nicht für Petrarch, und diesenicht für mich bestimmt; ich bleibe also ewig
ein Hagestolz.
XVIII.
Also sollte man den Rentekauf vor dem Zins-kontrakt wieder einführen.
^s ist ein großes Problem, warum die Religion so lan-ge gegen alle Zinsen geeifert, und das Canonifche Rechtsolche durchaus verboten hat. Allein, wenn man dieSache ans dem Gesichtspunkte betrachtet, daß man da-für, so wie der Erfolg gewiesen, den Reute kauf be-günstigen wollen: so muß man gewiß die höhere Weis-heit bewundern; denn die Zinsen, oder das damit ver-knüpfte Recht des Gläubigers, das Anlehn zu lösen, ist
G 4 durch-