7O Die Vortheile einer Landcsumforme,
nm Hserschild zu erniedrigen; und derjenige, der denganzen Staat unterhält, den Fürsten und seine Ministerbezahlt, und wenn es erfordert wird, sein Leben für dasVaterland ohne Sold wagt, gewiß melw als Ein Rechtzur Achtung und Ehre hat; so wird weiter nichts, alsein kühner Entschluß nöthig seyn, um euch über jeneschwache Vorurcheile hinweg zu setzen.
Freylich wird es nicht geschehen können, ohne daßder Fürst selbst zuzeiten diese Uniforme anlegt, solche alleseine hohen und niedrigenEivilbedienten tragen läßt, undden obersten Mann von euch bcy Gelegenheit seiner Tafelwür diget. Es wird nicht geschehen können, ohne daß eralle diejenigen, welche Banqnerott machen, oder sich sonsteine unredliche Handlung zu schulden kommen lassen, wieauch alle diejenigen, so dem Staate blos mit der Handdienen, und in der gemeinen Reihe kein Pferd anspannen,davon ausschließt; es wird nicht geschehen können, ohneden Mann oder den Gemeinen, oee Recht zu dieser Uni-form haben soll, nach einem sichern Maaßstabe, also:Daß er entweder die erforderliche Aktie an liegen-den Gütern oder sichern dem Staate anzuzeige».den Capitalicn besitze, und davon monatlich so vielbeysteure,
zu bestimmen, und damit alle schlechtere Leute durchausdavon auszuschließen. Dabey versteht sich auch vonselbst, daß es in dieser Einrichtung eine vernünftigeMen-ge von Stufen geben, und der Vornehmere eine andersverbrämte Uniform, wie der Gemeine, tragen müsse.
Allein angenommen, daß dieses alles so eingerichtetwürde, wie wir es als möglich ansehen und wünschenkönnen, und wie es vordem nach den Kleidertrachten undOrdnungen vieler Reichsstädte zu urtheilen, würklich ein-geführt gewesen, wie groß würde dann nicht der Vortheilseyn, den wir uns davon versprechen könnten? Nicht al-lein alle Moden, diese großen Plünderinnen der Land-städte,