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2 (1804) Patriotische Phantasien, Th. 2
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68 Die Vortheile einer Landesuniforme,

ten, keine Kronen freygebohrner Bräute, keine schwarzeKleider an Feyertagen, und überall keine bür-etlicheWürden, dem Staate wie ehedem zn statten kommen;wo der geldreiche Mann sich Ade! und Tittel kauft; woder Henermann, der dem Staate so wenig mit seinemBlute, als mit seinem Gelde in einem gerechten Verhält-nisse dient, aller Vortheile genießt, und den angesesse-nen Mann unter der Bürde der öffentlichen Lasten seuf-zen laßt; und wo endlich ein Eaffarelli sich zum Herzogesingt: in dieser schrecklichen Vermischung, sage ich, istuns eine schleunige Hülfe nöthig, öderes ist alles ver-lohren; die Ehre, diese mächtige Triebfeder der mensch-lichen Handlungen, wird uns zn nichts mehr dienen; dieedle Liebe zum Eigenthum wird verschwinden; die Be-lohnungen aller Verdienste werden zum Nachtheil desStaats beständig mit Eelde geschehen müssen; dieStraf-gesetze werden, da Flüchtlinge mit Eingesessenen in einer-lei) Stand treten, grausam werden, und die allgemeinenLasten, welche jederzeit mit der Ehre und der Liebe zumElgenthum in unzertrennlicher Verknüpfung gestanden,und eine rühmliche Bürde gewesen^ werden den steuerba-ren Man» erst in Armuth und dann noch dazu in Verach-tung senken.

So groß, so gewiß ist die Vermischung, und soschrecklich sind die Folgen. Mit einer Krone von Eichen-laube, welche ehedem ein römischer Bürger für seinegrößte Belohnung schätzte, läßt sich niemand mehr bezah-len; die ritterliche Würde führet keinen mehr zn ritter-lichen Thaten; der Adel selbst ist feil geworden; Geldund Dienst entscheiden alles, und beyde haben die Oeko-nomie der gemeinen Ehre, oder die Mittel, einen zurgemeinen Wohlfahrt ordentlich und gewissenhaft steurcn-den; einen sich in feinen Pflichten unsträflich beweisen-den ; einen sich für feinen Mitbürger aufopfernden, oderin glücklichen Unternehmungen für den Staar rühmlich

beschaff