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2 (1804) Patriotische Phantasien, Th. 2
Entstehung
Seite
49
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over Schreiben einer Dame vom Lande. 49

Schmuck der Felder, aller Gesang der Nachtigallen, ge-gen das Vergnügen, vergnügte Lente zn machen?

Uebringerin dieses ist eins von diesen meinen Kin-dern; so nenne ich sie noch immer. Lassen Sie dieselbeeinmal das Vieh melken, oder eincButter zurechtmachen.Eine fertigere, reinere und nettere Art zu arbeiten müssenSie in Ihrem Leben nicht gesehen haben. Etwas Koket-terie spielt zwar schon ans dem Fuße; das thnn aber dieweißen Strümpfe, so die Madchen sich selbst knütten,und die sie durchaus tragen müssen, weil ich den Glau-ben habe, daß ein hübscher weißer Strumpf allemal dengrößten Einfluß auf die moralische Bildung des Menschenhabe. Sie erinnern sich noch wohl des witzigen Phili?dors; er hatte keinen Verstand im schwarzen Strumpfe.

Ist das nicht Philosophie? Aber mein Schatz, wannwollen Sie zu uns kommen? ich hosse doch nicht, daßSie das Land fliehen, um den Klagen der Nothleidendenauszuweichen? Diese Ursache fallt bei) mir weg. Brin-gen Sie allenfalls einige hundert Thaler, die Sie sonstauf Moden verwenden würden, in ihrem grünen Beutelmit, wenn Sie Lust haben, an meinem rührenden Lust-spiele Theil zu nehmen; und ich verspreche Ihnen, Siesollen dafür tausendmal mehr Schmeichelepen zu hörenbekommen, als in der Stadt; und wahrhaftig von Leu-ten, die ganz anders empfinden als alles, was sonst dasGlück hat, sich ihrem Fußschemel zn nahen, und dort sei-ne Huldigung in gehöriger Entfernung auf den Knien zuleisten. Der Greis mit dem Barte, mit den dicken rol-lende,» Thranen, und der zitternden Sprache der Dank-barkeit, was ist das für ein Liebhaber gegen alle ihre ho-hen Frisuren mit angehängte» Menschenkörpern! Hllllio

carisiinm.

Mosers pham. II. Theil.

D

N. S.