der Bevölkerung:c.
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Kirchspiel, worinn die Bevölkerung eine ganz neue Kirche,eine Vermehrung von drey Predigern, von sechs Schul-meistern, acht Hebammen , zwey Wundärzten, vier Ar.-menhäuseru, zweyen Hospitälern, vier Prokuratoreu :c.erfordert hat. Wenn ich die Rechnung von dem Unter-halte dieser Anstalten nachsehe: so werden nenn Zehntelder Kosten von den Hofgesessenen gelragen, und diesedurch Mitleid, durch Andacht, und um grössere Uebel ab-zuwenden, zur gutwilligen Uebernehmnng dieser Beschwer-den bewogen. Wahr ist es, sie gewinnen auf einer Seitedabep, daß sie ihre Ländereyen und Früchte theuer aus-bringen können; sie haben in vielen Fällen mehr Hülfe,und man kann zugeben, daß ihnen die Ueberlast bis aufeinen gewissen Grad vergütet wird. Aber nun auch ein-mal angenommen, daß diefeVolksmasse faul wird, daßdie Roth den Damm durchbricht, und der ganze Unterhaltder Handarbeiter aufdie Menfchenliebe des Kirchspiels fällt,in welche Verlegenheit wird dann dasselbe nicht gerathen?Die Oberpolizep tritt wohl zu, wenn es auf eines JahresMißwachs ankommt; auch das zweyte wird noch wohlgut oder übel ausgehakten. Aber eine muthlofe, trage undschamlose Volksmasse, welche anfangt, Betteln und Steh-len für ein ehrliches Nochmittel zu halten, wird dieLand-eigenthümcr in wenigen Jahren erschöpfen, wo diese nichtihr Herz verhärten, und Hunderten zum nothwendigeilExempel, hundert in Elend und Kummer vergehen lassen.
Nicht so leicht wird dieserFall unrer rechtlichen Land-besitzern eintreten, die mit keiner fremden Menge unter-mischt sind; diese können sich frey und ohne Gefahr dersüßen Ausbreitung aller wohlthätigen Tugenden überlas-sen, und sie dürfen nicht fürchten, daß sie dadurch denHang zur Faulheit und zumBetteln vergrößern werden.
Eine große Frage ist es: ob mau jemals den jetzigenan vielen Orten verdorbenen und versunkenen Bauerstandohne Einführung einer neuen Mannszucht zum Fleiß und
B z Zur