der Bevölkerung :c.
halb Jahr zur Auswanderung erlaubet würde: so glaubeich nicht, daß einer sich mir Billigkeit über eine solcheAnstalt beklagen könne.
Man denke nicht, daß diese Einrichtimg die unsichemLeute, nur ans einem Kirchspiele ins andre, oder ebenüber die Gränze, wo sie vielleicht noch gefährlichere Die-be werden würden, treiben möge. Ein benachbartes Kirch-spiel wird denjenigen nicht aufnehmen, der auf solche Artaus einem andern verwiesen worden; und es ist zu hof-fen, daß auch in andern Ländern eben dergleichen Anstal-ten getroffen werden würden, sobald man nnr den gutenErfolg davon einsehen würde. Sie scheinet mir wenig-stens unendlich besser zu seyn, als unsre jetzige Einrich-tung, wo der gefährlichste Mensch, wenn er gleich allendafür bekannt ist, nicht anders als durch einen förmli-chen, weitläufttgen und kostbaren Criminalprozeß ver-bannet werden kann.
Ueberhaupt wird Hey e ner zunehmenden Bevölkerungeine weit genauere Gesetzgebung und eine ungesäumteHandhabung der Gerechtigkeit erfordert. Keine Arbeithat so natürliche Reizungen und Anlockungen für den un-verdorbenen Menschen als der Ackerbau; sie erfordert ei-nen Fleiß, der sich selbst belohnt, und sich durch sich selbsterhält. Vieles wächst dem Ackerbauer ohne Arbeit zu;die Abwechselung derJahrszeikeu unterbricht die schwere-re Arbeit durch leichtere, und sie gehl mehrentheils ihrenGang fort, ohne äußerlichen Zwang , besonders wo derBoden ergiebig und alles nicht zu genau gemessen ist.Ganz anders verhält es sich mit der gemeinen Handar-beit, denn von Kunstarbeiten ist die Rede nicht, und den-jenigen, so davon leben sollen. Hier ist weit mehr An-strengung nöthig, die Arbeit belohnt sich nicht so wie jene,es wächst dem Haudarbeiter nichts zu, und einer muß dieMinuten beym Spinnrade in Acht nehmen, der sich da-von erhalten will. Au einem so geitzige:» Fleiße sind
B » nicht