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2 (1804) Patriotische Phantasien, Th. 2
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V-)-: dcm EiuMsse

Es verdient dieses um so mehr eine nähere Betrach-tung, je offenbarer es ist, daß die Handhabung derCrimi-ual - Iustitz gegen die Henerleute est se viel Taufende er-fordere, als Hunderte nöthig sind, nm die Hofgeseffeuenin Zucht und Ordnung zu halten. "An? veird die ganzeIustitzverfassnng mehreutheils von den Hofgeseffeuen ge-tragen, es sei) n?:n, daß solche aus der Steuer, oder ausden Spcrtuln, oder an den Strafgeldern, genommen wer-de. Zu allen diesen: trägt der Heuermanu das wenigstebey; er leidet lieber am selbe, als daß er sich mit Geldestrafen laßt, anstatt daß der Hofgesessene lieber hundertbezahlt, ehe er sich durch eineLeibesstrase beschimpfen las-se» sollte. Mit welchem Scheine der Billigkeit mögendenn die nnangeseffenen in eine?:? Staat fordern, daß diegroße Fontaine der Gerechtigkeit für sie eben so springensoll, wie für den hofgesessenen Mann? Und warum gehtman nicht ans den Grundsatz unserer Vorfahren zurück,sie als Knechte des Staats oder einer Gottheit, andernRechten zu unterwerfen, als die Hofgeseffeuen? Die Re-ligion mag den Christcnmenschen noch so sehr veredeln,und das Recht der Menschheit noch so hoch erhoben wer-den: so gilt doch das eine so wenig als das andre vordem Generalgewaltigcr; die Ledürfniß der Armee unddes Staats entscheidet allein was Recht ist.

Also ist eine Kirchspielsanstalt, weiche nicht über dieVerweisung eines angesesseuenMaunes, sondern über dieVerweisung eines nnangeseffenen und dabei) verdächtigenoder unsicher» Menschen, erkennen soll; keinesweges eineso ganz unförmliche und ungerechte Sache. Religion undMenschenliebe werden hiebcy ihre Würlnng kräftiger zei-ge?:, als wenn dieselben durch Gesetze und Formen gelenktoder verhindert werden; und wem: alle halbe Jahr injedem Kirchspiel eine dazu wohl eingerichtete Predigt ge-halten, nach derselben zum Urrheil über die verdächtigenHenerleute. geschritten, und dannstedem Verurtheilten ein

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