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2 (1804) Patriotische Phantasien, Th. 2
Entstehung
Seite
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der Bevölkerung:c, ist

man preiset den Staat glücklich, wo die Rechte derMenschen am weitsten ausgedehnet, oder, um die Wahr-hcit deutlich zu sagen, wo jeder Laudeseiugescsscner vonaller seiner Würde, die er aus dem ursprünglichen Ver-ein hatte, beraubet, und der Regent allein so viel hohererhoben wird.

Dergleichen Betrachtungen haben nun zwar freylichin einer Zeit, wo die vermischte Bevölkerung so sehrüberhand genommen hat, und Denkungsart, Philosophie,Religion, Gesetzgebung und politisches Interesse darnacheingerichtet ist/keinen unmittelbaren Nutzen; sie müssenaber demungeachtet nicht unterlassen werden, weil sie zurNaturgeschichte der Staatsverfassung gehören, und unsin vielen Stücken über unsre wahren Vortheile aufkla-ren, auch gegen die herrschende Mode der allgemeinenGesetzbücher mit einem gerechten Mißtrauen erfüllenkönnen. Sie müssen besonders gebraucht werden, umdie Veränderungen in den Sitten und der Denkungsart,welche durch eine zunehmende Bevölkerung verursachtwerden, nicht unbemerkt zu lassen, und um unsere Poli-ceyordnungen darnach einzurichten.

Unsere'Absicht verstattet es nicht, uns hierüber wei-ter herauszulassen. Indessen wollen wir doch eine Ver-änderung in unfern Policeyanstalten vorschlagen, welchedie zunehmende Bevölkerung nothwenbig macht; unddiese soll darum bestehen, daß in jedem Kirchspiel siebengeschworne hofgesessene Manner angesetzet oder erwähletwerden, von deren Urtheile es abhangen soll: ob dieseroder jener Heuerling im Kirchspiele zu dulden sey obernicht? Oft und sehr oft sieht mancher einen Hcuermannauf unerlaubten Wegen: er rechnet ihm nach, was eran Holz kaust und verbrennet, was er gewinnet und venzchrer, was er säet und erndtet: er ist so überzeugt, daß

der