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Ueber die Herabsetzung der Zinsen der öffentlichen Schulden : mit Rücksicht auf die Zeitverhältnisse und insbesondere auf die öffentlichen Verhandlungen über die Reduction der französischen Schuld
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Ministers über die Reductionsfragc hervorgerufen hatte, daß diefranzösischen Staatsgläubigcr höchst wahrscheinlich weit entferntbleiben werden, die natürlichen Folgen des Sinkens des Zinsfußes inihrem vollen Maße zu empfinden.

Im Ueberblick des Zustandes der Finanzen und der Erscheinun-gen, welche die Börse seit mehreren Jahren darbot, konnte man wohlim Ernste nicht zweifeln, daß es lediglich von dem Willen der Re-gierung abhing, die zu 5 Proc. verzinsliche Schuld auf 4 Proc.zu reduciren.

Ungeachtet seit 1830 der Tarif der indirccten Abgaben bedeu-tend herabgesetzt, eine der wichtigsten Confnmrionsstenern (der Ver-brauchszoll von Colonial-Zucker) in Folge der zunehmenden Produetiondes Runkelrübenzuckers minder ertraglich und die Lotterie abgeschafftworden war, die öffentliche Schuld einen nicht unbeträchtlichen Zu-wachs erhalten hatte, und die verlangten außerordentlichen Creditcfür voraussichtlich vorübergehende Bedürfnisse die Summe der Aus-gaben anschwellten, so ergab sich dennoch aus den Voranschlagen, welcheder Finanzministcr im Febr. 1836 für das Rechnungsjahr 1837 vor-legte, ein günstiges Resultat. Die berechneten Ausgaben standen mit1,012,000,000 Franken um ungefähr 0 Mill. niedriger als imJahre 1829. Zwar hatten damals die Unternehmung gegen Algierund der Unterhalt eines Truppencorps in Morea einen starkenaußerordentlichen Aufwand herbeigeführt; allein nicht geringereSummen erheischten nunmehr die Verwaltung der gewonnenen Co-lonie an der Nordküste Afrika's, der Unterhalt einer Besatzung inAncona und die Aufstellung eines Beobachtungsheeres an der Gränzegegen Spanien.

Gleichwohl war aus dem Budget für 1837 das Deficit ver-schwunden. Zwar war der berechnete Ucberschuß (mit 2,433,090Fr.) so unbedeutend, daß nachkommende, nie ausbleibende Sup-