Erläuterungen:
Zu S. 11—16. Die Christus- und Petrus-Legendeu gehen wohl aufDonarmythen zurück. Außer den erzählten Legenden seien nochkurz erwähnt „Petrus zweimal auf der Kirmes", das eine Malzu einer guten Zeih wo man vom Herr» gar nicht redete, daszweite Mal nach einer Mißernte und Viehseuche, wo sogleich undfortwährend des Herrn gedacht wurde. (vgl. der Nieder-rhein, 1876 Nr. 4.) — „Christus und Petrus als Drescher". DreiTage lassen sie's sich bei Essen und Trinken gut sein, ohne dieverdingte Arbeit zu verrichten; am Ende des dritten Tages legensie Feuer an und scheiden sein säuberlich Spreu und Stroh vomKorn. Der Bauer, der glaubt, das Mittel auch anwendenzu können, will sie nicht länger bei sich behalten, versucht dasMittel und verbrennt dabei sein ganzes Gut. — „Christus, St.Peter, der Schneider und der Zimmermann." sS. Heimatkunde1880, Nr. 12.)
Zu S. 21. vgl. Schambach-Müller, Niedersächsische Sagen undMärchen. Güttingen 1855, Nr. 54 mit Anmerkung.
Zu S. 23—25. Der Erzgießer Grupcllo, der das „Iann lvillcm-Denkmal" in Düsseldorf und auch die „Galathea" in Schwetzingenschuf, wurde 1643 in Brüssel geboren und starb 1730 in Kirchrathbei Aachen.
Zu S. 29. Zu den Sagen von der „weißen Dame" vergl Hocker,die Stanimsagen der Hohenzollcrn und lvelfen. Düsseldorf, 1857.
Zu S. 30. Die Sage"über die Schisfsängel^VirS^äuch in folgenderFassung gegeben- Dil K. wurde einst ein Knabe gestohlen undzu Schiffe gebracht; er sprang in den Rhein, um schwimmendzum anderen Ufer zu gelangen. Mit einer Schiffsangel wurdeer gerettet; zum Danke hing mau sie beim Muttergottesaltar inder Kirche auf. Diese Sage geht zweifellos auf die EntführungHeinrichs IV. zurück, vgll auch Simrock, das malerische undromantische Rheinland, S. 45l, ferner die Aimmerische ChronikAusg. von Larrack. II. Teil, S. 488. ivcitere St. Suitberts-Legenden siehe Heimatkunde 1880, Nr. 16.
Zu S. 31. Die Erzählung über die Dohlen ist wie die über dieKunstkatze, S. 29, mehr als Anekdote denn als Sage aufzufassen,vgl. auch S. 90.
Zu S. 32. Sagen über die Heinzelmännchen sind am ganzen Niedcr-rhein in den mannigfaltigsten Formen verbreitet; vgl. S. 106 u.S. 117 dieser Sammlung und das bekannte Gedicht von A. Kopisch.
Zu S. 37. vgl. die 1856 bei Krämer und Baum in Krefeld ge-druckten „Drei heimischen Sagen."