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1 (1909)
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Erläut e r u n g e n.

Au 5. 43. vgl. 1>ic dichterische Bearbeitung der Sagen von V. Trautin der ZeitschriftDie Heimat" 1877, Nr. ZZ.

In S. 43 63.Der Mythus, dessen Träger Siegfried in derHeldensage geworden ist, muß einst dein Tages- oder Iahresgotteangehört haben, dem altgerm. Tiwaz. Vis der flammende Gott(U.'waz, Dstvaz) bei den Rheinländer» frühzeitig von lvodauverdrängt war, lebte er in dem Nationalheldeu des istväonischenStamines, dem leuchtenden Siegfried, der den Drachen erschlägtund durch die lvaberlohe zum bräntlichen Lager eilt, durch dieJahrhunderte fort: nnvergcssen und ungetrübt bis auf denheutigen Tag. Zvodan aber, der selbst die Stelle des verdrängtenHimmelsgottes einnahm, trat bei denselben Franken mit SiegfriedsGeschlecht in innige Verbindung; er wurde Siegfrieds göttlicherVhiiherr »nd bekundete seine enge Zugehörigkeit zu ihm durchfortwährendes, gnädiges Eingreifen in das Geschick seinesTrieblings.'' Paul Herrmann, deutsche Mythologie. Leipzig, 1838,Nr. 254. - Du den NamenSiegfried" prägt sich die liefeSehnsucht der Germanen nach einer reinen, durch den Sieg zuerringenden Fricdenswelt ans.

Zu S. 6362. lieber die Zwerge auf Hummelshcim, vgl. SchambachrMüller, Nicdersächsische Sagen und Märchen, Nr. 132, fernerHartmann und lveddigen, lvestfäl. Sagenschatz, Minden, !88t, AumScheelen in Schlebusch", vgl. Laistner, Nebel-sagen, Stuttgart 1873, S. 4 34. ^ ZuDrückche hälp" vgl.Sinrrock, Handbuch der deutschen Mythologie, Bonn, 1887,S. 374. ANGezelin" vgl. Schell, Bcrgische Sagen, Elberfeld,1837, S. 588.

Zu S. <45 73. lieber dieSchrvanenritter-, Hclias-, Lohengrin- undGralsage" besteht eine reiche Literatur. Der Schauplatz der Sageist sowohl in Tongern, als in Nymwcgcn, Tleve und Antwerpen.Bei den Friesen ist uns ein Bild des Himmelsgottcs mit einemSchwan zu seiner Rechten erhalten. Der Schwan als Zugvogelwurde im Frühling als verkünder der frohen Jahreszeit begrüßt,und im Herbste trauerte man bei seinem Scheiden über ihrHinschwinden. Der Schwan, der den Ritter bringt und fortführt,ist die lichte Sommerwolke. Die rheinische Sage hat das geheim-nisvolle Rommen und Gehen des Iahresgottes bewahrt, vgl.auchElias Grails Vnkunft im Elcvischen" (Der Niederrhein"1878, Nr. 43),der Schwanenritter von Eleve" von Z. Sluyter(Der Niederrhein", 1878, Nr. 43, daselbst wird der älteste be-kannte (t.ert dieser Sage mitgeteilt). Nr. 44 und 45. (Hier wirdder Nachweis geführt, daß der Schwanenritter nicht der Geschichte,sondern der Poesie augehört, daß er kein anderer ist als Lohengrin,der Sohn Parzivals und der Konduiramour, der Kroncrbe vomhl. Gral, und daß er als solcher in den großen, mittelalterlichenSagenkreis vom hl. Gral, von Parzival, vom König Artus undder Tafelrunde, vom Lohengrin und vom Priester Johannis Landzu stellen ist.) Die Lohengrinsage ist durch Richard lvaguersGper weltbekannt geworden. Herausgegeben wurde sie ferner