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1 (1909)
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Im Kempen erl an d.

lvas droben cinst gesprochen der jnngfränliche INniidvor viele» hundert Jahre», das macht die Sage kund:Die Burgen sind gefallen, das Glöcklein schallet hoch,Das Briinnlei» fließet helle, das Kirchlein stehet »och! -

Süchteln 1840. Math, Rath.

IV.

Oer Iringardis vi unnevi.

(„Der Nicderrhein" 1878, Nr. 10).

Süchteln mit der Ivaldkapelle,

Die vom vcil'genbcrgc winket,

Dessen Fuß bespült die (puclle,

Draus der Pilger Labung trinket!

Schon manch' Jahrhundert ist entronnen, —

Du sprudelst fort, Irmgardis-Lronnen!

von dem Brunnen hört man sagen,

Der den Fuß des Berges netzt:

„Keinen Schmntz kann er ertragen,

Trübt man ihn — wird er versetzt;

Der Boden wird den Born verschlingenAn anderm Grt wird er entspringen."

I. P. Lentzen.

V.

?as Iringardis-Glöeklcin.

(„Die kscimat" 1877, Nr. 2).

Tinsam in des Ivaldes Schatten,Ivo Natur mit grünen MattenSüchtelns Lscil'genberg umspannt —Ivohnl Irmgard, die Gottgeweihte,Die von: Ird'schen sich befreite,Aufwärts nur den Sinn gewandt.

Fliehend Ehren, Pracht und Kronen,Ivünschte sie nur hier zu wohnen,Sicher vor der Erde Trug.

Eingehüllt in lhaargewänderBringt sie Dank dein Gnadcnspenderlhier bei Brot und Ivasserkrng.

Ivo man schaut das Brünnlein rinnen,Eine Gräfin wusch ihr Linnen,

Ganz vergessend Stamm und Rang;lind die ^ülle weiß wie Flocken,

Ivard auf Dorngestränchen trocken,Ivcnn der Ivind die Flügel schwang.