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1 (1909)
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Im Kemp en e rla nd.

die das Gewebe mit den Zähnen auseinanderspannen." DerTeufel schickte die Gewünschten, die hielten das Gewebe aus-einander; aber als der Weber mit der Lade fest davor schlug,schlug er den Teufeln die Zähne aus, sodass sie heulenddavonliefen. Ts kamen wiederholt neue, denen es aber ebensoerging. Zuletzt wollte keiner mehr zu dem Weber hin, undLuzifer sprach zu dem Weber: „Lauf mit deiner Seele! Wennich dir alle Teufel aus der Hölle schicke und du schlägst ihnenalle die Zähne aus, dann ist in der Hölle wohl Heulen, aberkein Zähneknirschen mehr." Da war der Weber erlöst. Grhatte auch Geld genug; denn er hatte sich soviel erspart, daßer nicht mehr zu arbeiten brauchte.

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Hie gottlosen Schöffen.

vor Zeiten saßen auf dem Dingstuhle zu GrefrathMänner, welche sich beim Urteilsprechelt manche Ungerechtig-keiten zu Schulden kommen ließen. Nur einer machte hierineine Ausnahme, ein wahrer Niedermann. Dieser war des-halb den andern ein Dorn im Auge, und gern hätten sieihn von ihrer Seite geschafft und das Ärgste ihm bereitet.Doch wie sollte das geschehen, da er sich keines Fehlers,geschweige eines Verbrechens schuldig machte! Die Gottlosenwußten Rat. Sie steckten fremdes (Eigentum in seine Tascheund stellten dann eilte Untersuchung an. Unser Ghrenmannwurde, obgleich er seine Unschuld beteuerte, als Dieb ange-sehen, iits Gefängnis gebracht und bald darauf von seinenehemaligen Kollegen zum Galgen verurteilt. Seilt treuesWeib begleitete jammernd ihn zur Nichtstätte und wich nichtvon seiner Seite. Als man ihr den Tod des Mannesmeldete, lehnte sie ihr Haupt an einen nahestehenden Baumund rief klagend aus: „Ach, Himmel, hilf mir!" Kaum wardas Wort gesprochen, siehe! da verlor der Baum die Blätter,zum Zeichen, daß ein ungerechter Mord geschehen sei. Wieder Baum die Blätter, so verloren auch die gottlosen Schöffen»ach uitd nach ihr Hab und Gut und wurden arme Leute.

„T>ic Heimat", Jahrgang 1870.