Druckschrift 
1 (1909)
Entstehung
Seite
83
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Im G c ld ern l and e.

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Nicht übt' ich, Herr, den Diebstahl aus,

Gerecht ist meine Sache!

Sa schone mein, — dich und dein HausTrifft sonst des Himmels Rache l"

Doch scheitert all' ihr Flchn und DrohnNu seines Sinnes Härte.

„Dort auf dem Richtplatz gibt dir LohnScharfrichter mit dem Schwerte."

Prophetisch ruft die Treue aus,

Bevor ihr Blut geflossen-„Fluch über dich — es stürzt dein Haus,

Stirb ohne Leibessprossen."

Da rauschet eines Raben FlugHoch ob der Schreckensstätte;

Niel Gold er in den Krallen trugBus seines Nestes Bette.

Das war der Dieb. Gerührt vom Pfeil,

Den ihm der Jäger sandte,

Gibt er zurück des Raubes Teil;

Den Schmuck man gleich erkannte.

Zur Stunde schwand des Ritters Glück,

Der Gram erdrückt sein Leben.

Kein Klagen bringt die Dtaid zurück,vermag den Fluch zu heben.

So ward die blnt'ge Tat gerächt:

Zu Grund' ging Schloß und Habe;

Kein Kind erblüht' ihm, - sein GeschlechtTrug man mit ihm zu Grabe.

I. P. Lentzen.

V.

!Nie ein Bauer sn einen: neuen Hofe kau:.

slltündlich).

In der Nähe von Hinsbeck am Herscheu lebte in altenZeiten ein Bauer, dessen Hos in schlechtem Zustande war.Ms er nun eines Tages über sein Feld ging und nachdachte,wie er zu einem neuen Hose kommen könne, stand auf ein-mal ein seiner Herr vor ihm und fragte ihn: „Li, Bauer,warum so schlechten Mutes?" „Nch", sagte der Bauer,„mein Hos ist so schlecht, und ich weist nicht an einen neuenzu kommen." „G", sprach der Herr, „da kann ich wohlHelsen, ich will dir Geld genug geben, dast du dir einen

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