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1 (1909)
Entstehung
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Im Geldern lande.

schönen, neuen Hof bauen kannst; dafür mußt du mir aberdeine Seele verschreiben." Der Bauer aber entgegnete: „Dasist doch zu viel verlangt, dir ineine Seele zu verschreiben,wenn ich den Hof gebaut habe; ich muß doch auch Genußdavon haben." Da sprach der Teufel: „Du kannst noch vier-zehn Zahre leben, und wir teilen uns in dieser Zeit die Ernteso, daß ich in einem Jahre bekomme, was auf dem Erd-boden wächst und in dem folgenden, was in der Erdewächst und so abwechselnd." Wenn nun das Zahr kam, wodes Teufels Anteil die Ernte auf der Erde war, pflanzteder Bauer, was in der Erde wuchs; dann bekam der Teufelnichts und der Bauer alles. Wenn das Hahr kam, wo derTeufel Anspruch auf die Ernte in der Erde hatte, säete derBauer Hafer, Boggen, Weizen und dgl. So bekam derTeufel wieder nichts. Als das einige Jahre so zuging, sagteder Teufel zum Bauer: „So geht es aber nicht weiter, dennda bekomme ich ja gar nichts. Da wollen wir lieber einenWettkampf eingehen. Wer am weitesten einen Stein werfenkann, soll Sieger sein." Das war dem Bauer recht, wen»der Teufel zuerst werfen wollte. Da nahm der Teufel einenganz großen Stein und warf ihn bis auf den Buschberg.Nun war der Bauer an der Reihe. Er nahm eine» vielkleineren Stein, sagte aber: „Nun weiß ich nicht, wo letztmein Bruder weilt; der ist in Frankreich, England oderSpanien, den darf ich doch nicht totwerfen." „Hu" sagteder Teufel, „wenn du so weit werfen kannst bis in Frank-reich, England oder Spanien, so fange nur ja nicht an, dennso weit kann ich es nicht." Und der Teufel ging seinerWege und überließ dem Bauer die Ernte und den Hos.

VI.

Der Blutstein.

(M'mdlich).

Der vom Teufel geworfene Stein auf dem Buschbergführt die Namen Teufelsstein und Blutstein; wenn er miteiner Nagel geritzt wird, soll Blut herausfließen.

VII.

Teufel in der Profession.

PNiedcrcheinischer Gcschichtsfreund" 1883, Nr. 6).Die Sitte, daß junge Personen als Teufel verkleidet inder Prozession erschienen, scheint im Geldernlande allgemein