Druckschrift 
1 (1909)
Entstehung
Seite
69
Einzelbild herunterladen
 

Im Eleverlande.

Und wie sie sah hinab ins Tal,Was glänzt sc> hell im Sonnenstrahl?Was schwimmt so königlich heran?

Uluf blauer Flut ein weißer Schwan.

Um seinen Uals ein güld'ner Ring,

Dran eine güld'nc Rette hing;Tin Schifflcin zog er an den Strand,Darin ein schöner Jüngling stand.

Tin schöner Jüngling, ehrenwert,

Trug in der ksand ein blankes Schwert,Um gold'uen Rettchcn hing ihm vornDon Elfenbein ein Iägerhorn.

Und vor dein Jüngling schön nnd mildIm Schifflein stand ein glänzend Schild,Darin acht gold'ne Zeptcrlein,

In ihrer Unit' ein roter Stein.

Zhelias hieß er, der heranGezogen ward vom weißen Schwan,Er kam aus einem hellen Saal,

Rain aus des venusbergcs Gral.

Der Schwan vor Nimweg's Utauern sang,Der Jüngling lockte süßen RlangUns seinem lhorn; so lockt vertrautDer Buhle Sprosser seine Braut.

Die Jungfrau an das Ufer kam,Und grüßte den in holder Scham,von dem ihr oftmals schon geträumt,Und führt ins Schloß ihn ungesäumt.

Dann ward Beatrix sein Gemahl,

Der ihr das eine nur befahl:

Zu forschen nimmer, wo er herUut Schwan und Rahn gekommen war'.

Bei ihrer Liebe schwur sie frei,

Zu halten seinen Willen treu,

Und niivmer forscht ihr holder Utuud;Drei Söhn' entsproßten ihrem Bund.

Und einundzwanzig Jahre schonSeit jenem Tage sind entfloh'»,Da wandeln sie am Stromesrand,Wo einst kselias stieg ans Land.

Da brach Beatrix sein Gebot,

Sah auf die Rnaben schön und rot,Und fragte: Lieber, dürfen nieErfahren, wer ihr Vater, die?