Druckschrift 
1 (1909)
Entstehung
Seite
39
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A» den Ufern des Rheines

Weis soll ihm dos. — Er hebt sie aus,Die Aron' ist nun sein eigen.

Er eilt nach ksaus in vollem Lauf, —

Es fängt ihm fast zu grauen an, —

Doch fort, es ist die Tat getan;

Wo birgt die Aron' vor Zeugen? —

Der Schmiede großer Blasbalg mußDes Diebstahls lhehler spielen.

Wäscht nnn's Gesicht, geschwärzt mit Ruß;

Will ruhen dann den Rest der Nacht. —

Nicht geht's; denn wider Will' durchwachtEr ihn mit Angstgefühlen.

Und tags daraus in selt'ncr AastMuß er das Eisen schlagen. —

— Wer tritt dort ein? — Der Schmied erblaßt;

— Was wollen denn die lfäschcr hier?Wer führet sie zu seiner Tür?

Wer könnt' ihn wohl verklagen? —

Geht auf die Straße, sehet nur,vom Blasbalg zum AltareDa zeugt dem Aug' des Blutes Spur,

Wo ging nnd stand der Airchendieb,

Wo die gestohl'ne Arone blieb,

Er sie versteckt bewahre! —

Der Arone Fall aus seine Nas'

Aat diese machen bluten,

Und Tropf an Tropfen aus der Straß'

Sie zeigten mit Bestimmtheit au,

Wohin zu lenken wär' die Bahn,

lhier war nicht bloß vermuten.

Der Blasbalg wurde aufgetrennt,

Die Arone ward gesunden;

Und ob der Schmied sich schuldlos nennt,

Die Blutspnr auf der Arone sagt,

Er wird unschuldig nicht verklagt,

So aus der Nas' die Wunde.

Gefesselt ward er fortgeführt

Ulan stellt ihn vor Gerichte;

Doch wie man forscht und wie man fragt,

Er neint die Schuld mit frecher Stirn.

Doch Blntspur, Wund' und Blasbalg sühr'n

All' Leugnen ihm zu nichte.

Denn es ertönt ihm Todesstras'

Ans seiner Richter Utunde;

Und ob dies wie ein Donner traf,

Er leugnet fort, bereuet nicht,

Bleibt ein verstockter BösewichtAuch bis zur letzten Stunde