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1 (1909)
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Bn den Ufern des Cheines

Die sah der Galgenberg*) am RheinDort ward er aufgehangen,

Da ward verscharret sein Gebein,

Und wer hier mußt' am Ulbend spätDes Udegcs zieh'», sprach ein Gebet,

Gilt fort mit grausigem Bangen.

Traar, A, Tränt,

XVIII

Jas Iäumchen am Turn».

(„Die Beimat" 1876, Nr. 24),

Zu Uerdingen am Tore, am hohen Vbcrtor,")

Da wächst aus morscher Mauer ein Bänmlein schlank hervor;"*)Das trotzt schon manchem Uletter, schon manchem heft'gen Sturm,Doch grüner, immer grüner sproßt es hervor am Turm,

Denn wenn man es auch frevelnd umhieb mit scharfem Beil,

Stets wuchs es aus dem Stumpfe aufs neu hervor in Gil'.

Nicht läßt es sich entfernen von diesem grans'gen (Urt,

Ts steht da wie gcbannet durch mächtig Zauberwort,

Schon viele, viele Jahre so grünt und blüht es hier,

Und willst den Grund du wissen, horch, ich erzähl' ihn dir.

Zwar kann ich nicht verbürgen, was hier geschrieben steht,Ich sag's so, wie von Mund zu Mund die Sage geht:

Der Rhein treibt seine Mellen dem weiten Meere zu,

Uluf seiner ganzen Fläche liegt eine heil'ge Ruh'.

Gin leises Lüftchen faltet die feuchte Stirn ihm kraus,

Gr aber wälzt sich weiter zum großen Meer hinaus.

Die Tafel ist behängen rings mit dem schwarzen Tuch,

Darauf entfaltet mitten liegt das Gcsetzesbuch.

Die Richter sitzen schweigend und schauen gefühllos drein,

Bebend steht vor den Schranken ein zartes Mägdelein,

„Shr kserren, habt Grbarmen, sitzt gnädig zu Gericht,

Die Tat, der Ihr mich zeihet, o ich beging sie nicht!

Und glaubt Ihr nicht dem Worte, daß einfach ich getan,

So ruf ich Gott im lsiminel als Unschnldszengen an.

defekten Stellen derselben damit auszufüllen, vorgenannte Stelle heißt noch jetzt„Galgenberg." Der Voden ist stark mit Ries gemischt; daselbst finden sich einigerömische Altertümer und Überreste von grauen, irdenen und terra ZiZillaia-GefäßenGs wurde im Jahrhundert unter dem Rurfürsten und Grzbischof Heinrichvon Virneburg erbaut und )s87? unter Schutt und Asche begraben.