6-2 Erster Abschnitt/Bischöfe
annahm, und ihn wider den Willen des Königs, mitGewalt der Waffen einsetzte, nicht wenig bcytrugen A).Vielleicht war auch Bischof Conrad immittelst gestorben.Der Tod deö KayserS, und die Wahl deö gedachten Lo-thars zum Könige brachte endlich alles zur Ruhe, nach-dem Dethard die ersten fünf Jahre seines Anus in be-ständiger Fehde, worin auch Gottschalk, edler Herrvon Diepholz, sein Leben cinbüssete, zugebracht hatte.Man steht ihn nachher (1128) als Zeugen in der Stif-tungsiii künde deö Klosters Marienmünster im Paderborni-schen Sprengel tt), ferner (1129) mit dem neuen Kaysser zu Duisburg i), folgends (nzi) zu Lüttich Ii) undsii^z) bey der Krönung des Kaysers zu Rom I), wieauch auf der Kirchcnversammlung daselbst m), woraufderPabst Anakletus 1l. verworfen undJnnocenttusll.angenommen wurde. Endlich befand er sich auch beydem Kayser, als dieser (11Z4) das Kloster Klaeholt oderKlarholt, Premonstratenser Ordens, was jetzt im StifteMünster liegt, damals aber zu dem hiesigen Sprengelgehörte, auf Ersuchen seines Stifters, des edlen HerrnRudolfs von Steinsurt, bestätigte n). Er starb denIi Febr. uz-/; und fein Gedächniß sollte bey der Dom-kirche ewig gefeyerc werden, da er der erste Bischof ist,welcher den Ruf einer frsyen Wahl gegen des KayserSWillen angenommen und ihn tapfer behauptet hat 0).Doch sind die Stifter das Recht dazu den Päbsten undden Sachsen schuldig, die es endlich nach einem fünfzig-jährigen Kriege mit den bcyden Henrichen, glücklich er-fochten haben. Ohne dasselbe hatte der Kayser, zu der Zeitwo Herzogthümer und Bischofthümer noch keine Länderwaren, gar leicht Steuer und Folge aus allen Stiftern und
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