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6 (1780) Osnabrückische Geschichte, Th. 2
Entstehung
Seite
174
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Dritter Abschnitt,

Geschichte des Heerbanns

von 9>8 bis 1192.

H. 1.

Völliger Nutergang des alten Heerbanns.

L^iif diese ?lrr konnte jeder Hauptherr, und zwar mit Recht,um sich greifen; jemehr er vom fände an sich riß,desto mehr kam zur gemeinen Hülfe, und die Kayscr han«Velten nunmehr mit dem Reichsgute wie mit ihrem Eigen«thume Z). Denn von dem Augenblick an, da sie sich dergemeinen Hülfe wegen nicht mehr durch ihre Herzoge undGrafen an den Reichsboden halten konnten, sondern dieHauptherrn, welche denselben hinter sichgebracht, und mitihren Leuten befetzt hatten, darum begrüßen mußten, wares eine nothwendige Politik, diese immer besser zu setzen.Jede neue Stiftung auf gemeine Rechnung mar eine Ver«mehrung der Reichshüife; und man bediente sich dazu derAndacht b), als eines bequemen Ausdrucks, um die Heer-bannsmatrikel von der Dienstmatrikel zu unterscheiden.Denn was aus bloßer Andacht verschenkt wurde, bliebzur gemeinen Hülfe, und wurde mit keinen Bedingungenzu den Hausfehben der Kayser beschwert. Von nun anbrauchte der kayserliche Sendgraf nicht mehrindenReichSsämtern herumzureisen, umzusehen, ob auch jemand vonhem Heerzuge zurück bliebe; denn wo sich ein solcher fand,

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