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6 (1780) Osnabrückische Geschichte, Th. 2
Entstehung
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Z2 Erster Abschnitt, Bischöfe

größten Männer seiner Zeit gebildet worden. Viele Für'sien beeyferten sich um die Wette ihn in ihre Dienste zubekommen, so wohl wegen seiner guten Gelehrsamkeit, alswegen seiner tiefen Einsicht in alleThelle der Scaatswirth-schaft. Der Kayser Henrich Iii zog ihn zuerst nachGoßlar, welches er damals zu vergrößern und zu verschö-nern bemühet war; hernach vermochte ihn der BischofEselin zu Hildesheim durch große Versprechungen, sichHey einer neuen Schuleinrichtung, die auch bald unter sei-ner Aussicht und Mitwürkung eine der vorcreflichsten inDeutschland wurde, gebrauchen zu lassen. Darauf gienger mit diesem nach Ungarn, wo er Gelegenheit

hatte, durch seine Proviantanstalten die deutsche ArmeeüuS der größten Hungersnoth zu retten, und sich ein all-gemeines Lob zu erwerben, welches lange alle Sagen undVolkslieder erfüllet hat!a). Nach seiner Zurückkunftward er Domprobst zu Hildesheim c) und Archidwcon zuGoßlar, wo ihn der junge König Henrich i V. zugleichzu seinem Rath und Psalzrichter annahm, und ihm dieAufsicht über den Bau aller Festungen in Sachsen, wo-durch der König sich des dortigen Landes bey der bereitsunter der Asche glimmenden Unruhen, versichern wollte,vertrauete; denn er war besonders ein großer Baumeisterund in allen Theilen dieser Wissenschaft so berühmt, daßman ihn auch noch, als er schon Bischof war, mit demglücklichsten Erfolge nach Speyer rief, um dem Einstürzeder Domkirche, welche dem Rheinufer zu nahe gebauetwar, vorzubauen; zuletzt nahm ihn Anno, Erzbsschsf vonCölln, zu seinem Stadthalter oder V>cedom an, jedochkonnte man ihn hier nicht lange vertragen, und er wareben zu feiner Hiidcöheimsschen Probstey zurückgekehrt, als

ihn