von 9:8 bis 1192. 5
u) Herzog Henrich der Heilige von Bayern legte so gleichsein Hcrzoglhum nieder, als er Kayser wurde; HerzogConrad von Franken setzte wahrscheinlich zur Vermal,tung seines Herzogthums die nmwicii! Lairwrw an ; Her«zog Henrich von Sachsen behielt sein Herzogthum, ließsich aber auch nicht salben; Otto der Grosse hatte viel-leicht die Absicht das Herzogthum in Sachsen zu behal-ten , und in der Person des Herman Billuug einen Ge«ncrallieutenant zu haben. Nach der Theorie, sollteallemal der Krongcneral, wenn er König wird, dasGeneralat abdanken. So ist es noch in Pohlen; sowar es unter den Merovingern, und so ist es überallwo der Herbann mächtig genug ist, den König gegenseine Bediente zu erhalten.
b) Die alten campi ^lurtii und ö^laji oder sVlsclü, sindals die eigentlichen Volksversammlungen, dergleichen esjetzt nur noch in Pohlen bey den Königswahlen giebt,bekannt; sie unterscheiden sich als wahre eomitia leichtvon den Liiriis , welche der Herr mit seinen Bedientenoder Vasallen halt. Aber mit der Zeit treten die letz-tem an die Stelle der erstem, man heißt auch dicseco-iintiu und läßt die Kronbedicnte den populmn reprä-sentiren. Dieses ist der natürliche Gang in allen Rei-chen, wo die grossen Versammlungen, welche in derKindheil kleiner Staaten so beliebt sind, zuletzt beschwer-lich werden. Die Lenatus conlulta und relcrichta szriir-cchmn gelten dann so gut wie po^uliseita und so langebis das Volk sich einmahl versamlet und sie caßirt, wel-ches nun zwar in Deutschland so leicht nicht zu befürchtenist, aber doch der Theorie wegen bemerkt werden muß, da-mit diejenigen, welche einen Pabst, Kayser, Bischofoder Abt zu wählen haben, nicht glauben, daß sie auchdie Vollmacht haben, die KirchemReichs - und Landesver-fassungen zu ändern. Nach der Theorie bestehen Kro-nen und Thronen so gut wie die geringste Pfarre, exA z xopu-