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6 (1780) Osnabrückische Geschichte, Th. 2
Entstehung
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4 Erster Abschnitt, Bischöfe

fam erhalten konnte, ward genöthiget die Krone auf denDegen zu setzen g), oder Amt und Controle einer einzigenHand zu übergeben, so nachtheilig auch dieses aller gemei-nen Freiheit ist, und so sehr diese erfordert, daß des Reichs-oberhaupt das Gegengewicht gegen die Kronbcdiente halte;und wie solchergestalt die kayserllche und herzogliche Machtgar oft in einander übergehen: so macht der unter HerzogHeinrich dem Löwen erfolgte Untergang des Großherzog-thumS Sachsen in der Geschichte eines sächsischen Stifts,eine sehr große Epoche.

Anfangs sollte nach dem Ausgange des CarolingischenStamms der älteste General die Krone nehmen, dieserwar Herzog Otto der Erlauchte von Sachsen; er ent-schuldigte sich aber mit seinem Alter, und überließ sie demHerzoge Conrad von Franken. Nach dessen Tode nahmsie des ersten Sohn vorgedachter Henrich, nicht ohneWiderspruch der übrigen, die sich eben so gut dazu hielten;jeder von ihnen suchte dabei) seine eignen Bedingungen zumachen, und die Krone, welche von der Nation gefloch-ten war, und allemal Einem in ihrem völligen Wesen hätteaufgesetzt werden sollen, ward nach Gefallen ihrer Be-diente, ohne ein Mayseld ö>) oder eine andre Volksver-samlung zu halten, verärgert, und die Wahl der Kaysecein Werk der Reichsdienstmannschaft, oder ihrer Haupt-herrn. Doch wir woll. n uns erst wiederum mit den Bi-schöfen, die in dieser Zeit regiert, und mit den Einrich-tungen, welche sie in der Stiftung gemacht haben, bekanntmachen, ehe wir den Wachsthum des Herzoathums odervielmehr der sämtlichen Kronbediente, zum Nachthcll derGemeinen in unserm Stifte, welter berühren.

a) Herr