Druckschrift 
3 (1845)
Entstehung
Seite
68
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spLciuIitel- ckoputatuK und bezeichnet sein Mandat als ein aposto-lisches: imstris, im» verius ap»«t»liei8 inamtatis. ^)

Es würde nicht an Stoff fehlen, wollten wir den Bemerkungendes Herrn Doctor im Einzelnen noch weiter folgen. Vorläufig magdaS Gesagte ausreichen. Jndeß er begiebt sich noch auf ein allge-meineres Gebiet; er hat eine Theorie über Acchtheit und Unächt-heit der Reliquien aufgestellt, welche darauf hinausläuft, daß eine Re-liquie dann ächt sei, wenn recht viel Lärm von ihr gemacht werde,ohne weiteres aber unächt, wenn sie nach kürzerer oder längererFrist verschwindet oder bei Seite gelegt wird." (S. 94.) ES istnicht am Orte, solchen Phantasmen oder frommen Wünschen weit-läuftig zu entgegnen: wir wollen hier nur einen Punct hervorheben,als Probe der giftigen Art, mit welcher unser Gegner objectiv ge-haltne Untersuchungen zu persönlichen Verhetzungen zu verkehrenliebt. Wir hatten gelegentlich gesagt, daß auf dein rein kirchlichenStandpunet die päpstliche Bestätigung die geschichtlichen Gründe derAechtheit ersetze; Hr. Clemens bezeichnet diese Behauptung als eineboshafte und verläu mderisch e Schmähung" S. 91, undsagt, die Kirche verlange eine so sorgfältige Prüfung der Reliquien,wie die gewissenhafteste Kritik sie irgend verlangen könne.

Wir sind nicht gesonnen, Hn. Clemens die Grundsätze näherauszulegen, die wir über diese Frage bei den authentischesten katholi-schen Schriftstellern finden. Papst Benedict XIV. sagt, daß zurFeststellung der Identität in diesem Falle bloß eine moralische Ge-wißheit erforderlich sei, welche er näher mit Papcbrochs Worten soerklärt:Bei den Reliquien muß man mehr, als irgendwo, derfromm en Gläubig k eit gemäß, als nach sicherer Kenntniß derer,durch deren Hände sie gegangen sind, verfahren. Die Bischöfe müs-sen sich dabei beruhigen, wenn schriftlich oder durch Augenzeugenihnen bewiesen wird, daß eine Reliquie in gutem Glauben vondem Ort, wo sie bisher verehrt war, empfangen, oder mit wahr-scheinlichen Anzeichen ehemaliger Verehrung als diesem oderjenem Heiligen angehörig irgendwo gefunden ist, obschon eine Be-

>) Bei dem Rock von Oviedo hatten wir nur die Worte besonders ab-zudrucken für nöthig befunden, in welchen der bestätigende Papst ge-nannt war. Wenn man uns einwirft, daß dort bloß von der Kirchedie Rede sei, so lese man erst das Docunient im (Lanzen, und manwird finden, daß eben die Reliquien es sind, wegen deren i>»r au-toriUncl -r.,,««laIio-r die Jndulgenzen ertheilt wurden.

2) Iis llnnvui^ 88. IV, 2, e. Lt. n. S.