Druckschrift 
3 (1845)
Entstehung
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s. 1.

Die Helenalegende.

,,^)ieHH. G. und v.T., denen bei der Kritik der historischen Beweise fürdie Acchtheit des Rockes schon so Vieles zu Statten kömmt, habensich gar noch einen andern Vorthcil zu verschaffen gewußt; sie habennämlich das Buch des Hn. Marx kritisirt, um desto leichter dieStärke ihrer Gegenbeweise in die Augen springen zu lassen; unddiesen Zweck konnten sie mit um so geringerer Mühe erreichen, alsdas Werkchen des Hn. Marx nur dazu geschrieben ist, solchen Ge-bildeten, denen das Vorgeben der Tricrischen Kirche, den Rock desHeilandes zu besitzen, lächerlich vorkommen möchte, zu zeigen,daß sich am Ende wohl «ruch vernünftiger Weise an jenesVorgeben glauben lasse,"

Also zürnt, zu der Helenalegende übergehend, Hr. Or. Clemensaus S. 37.

Wenn Hr. Marx wirklich nur diesen Zweck hatte, so haben wiran Beispielen gezeigt, wie er dabei zu Werke gegangen. Das chur-fürstliche Gericht urtheilte am 1. Febr. 1631, die graue Rock-Partikeldes Churfürsten sei acht, doch unbeschadet der Acchtheit des braunenRockes der Domkirche. In Rom ward dies Urtheil am 16. Augustbestätigt: dieses war unvernünftig, und konnte manchem allerdingslächerlich vorkommen. Erzählte man aber, das so beschaffene Urtheilsei zu Rom cassirt worden, soließ sich am Ende wohl auch ver-nünftiger Weise an jenes Vorgeben glauben." Es ist rühmlich, daßdie Herren vom Trierer Nocke solchen Respekt vor der Vernunft haben.

Wir haben uns nachzuweisen bemüht, daß das Vorgeben derTricrischen Kirche nach den vorliegenden Daten falsch, folglich un-vernünftig sei. Unmöglich konnte dies geschehen, als indem wir zu-gleich die Schrift widerlegten, welche sich als die authentischste Dar-legung der historischen Thatsachen gab, und in welcher jenes Vorgebenauf den höchsten Gipfel der Vernünftigkeit geführt war.

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