Druckschrift 
3 (1845)
Entstehung
Seite
66
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daß dcr Trierer Nock keineswegs so ganz, unversehrt und vollstän-dig sei, als man uns bisher glauben gemacht, sondernLücken undSpuren von Abfall zeige," ja vielleicht (man vergleiche das obenII. l, Note zu S. 2. gesagte) nur halb noch da ist. Auf dieseWeise könnten freilich die sämmtlichen Partikeln am Ende dem Trie-rer Rocke angehört haben, und der Hr. vr. klopft an, ob man sichnicht etwa dies wenigstens von dem Stücke des Erzbischofs PhilippChristoph anzunehmen verstehen wolle. Es kann aber der Aussagedes Capitels, daß die Partikel nachMaterien, Faden, Dickten,Farben und übrigen Circumstanzien" sich unterscheide, um so wenigermißtraut werden, als dcr Churfürst sich nur einfach auf das Gegcn-theil hätte berufen können, um den Streit zu beiderseitiger Zufrie-denheit zu endigen. Mit dem Gcständniß aber, daß der Rock nichtmehr ganz sei, wird er nothwendig selbst zur Partikel, und Hr. Cle-mens kann nun auch auf ihn anwenden, was er sonst gegen diePartikeln einzuwenden hat.

Ueberhaupt ist es eine ungeschickte, ihr eignes Verderben insich tragende Politik, wenn man mit Hn. Clemens die Beweisstückeder zwanzig Röcke möglichst heruntersetzt; die Vergleichung muß fürden Trierer Rock, dessen ganze Legitimation das späte Einschiebseleines Mönchs in eine von Haus aus untergeschobene Urkunde ist,desto ungünstiger ausfallen. Noch ein anderes ist dabei unbeachtetgeblieben: se mehr von den angeführten Röcken für unächt erklärtwerden, desto häusiger wird, daß man dem gläubigen Volk einesolche Reliquie für eine ächte ausgegeben; denn das wenigstens be-zeugen die Urkunden unumstößlich. Hr. Clemens selbst kann z. B.bei dem lateranischen Nock über die Zeugnisse nicht hinwegkommen(Wie es sich immer mit dieser Reliquie im Lateran und ihrer Aecht-heit verhalten.möge" S. 1(14), eS wäre ihm offenbar lieber gewesen, wirhätten denselben nicht angeführt, und er rettet sein Gewissen, indemer sich überredet, allein unseregroße Erbitterung auf den Trie-rer Rock" habe uns vermocht, ihnen den gebührenden Werth beizu-legen. Nein, Hr. Doctor,

IRere uro more tliin^s in iieuven und eurtliTlian uro t!>ou»bt vk in rcwu pliiloswpi,).

Wie es sich verhalte mit der in den Nheinlanden, als dasVolk über den Argenteuiler Nock stutzig zu werden anficng, verbrei-teten Nachricht, dieHerren von Argentcuil" hätten ihre Ansprücheauf den Besitz des ungenähten Nockes aufgegeben, ist schon oben