6» die krcm mess rvas AvsiinAen,unä siel, cler priester bat Aeüert iiniken,6c, rvus „iemuiicl, cler siel, I,v6eel,tei„,il clem ellenclen muu üu essen brockte
„sondern friedliche Opfer, brüderliche Liebe, demüthigcn„Gehorsam, freiwillige Armuth."
Bernhard denkt mithin nicht an Messe lesen. Seine Hostiensind allgemeine Tugenden, nicht consecrirte Oblaten. Sein Got-tesdienst ist nichts anderes als ein Reiterdienst zu Ehren des h.Grabes. Zu einem Beweise für eine besondere Tempclkirche imJahre 1128 ist die Stelle nicht im Entferntesten zu brauchen.
Auch ist eine solche Kirche zu dieser Zeit in sich ganz unmöglich.Neun Ritter hatten sich 1118 zum Orden vereinigt, in den erstenzehn Jahren war Graf Fulco von Anjou der einzige Neueintre-tcnde. Diese zehn gingen in weltlichen Kleidern, die sie nach Maaß-gabe der täglichen milden Gäben sich anschafften: in solchem Costümwurde damals so wenig wie setzt die Messe gelesen. Im Jahre1123 soll der h. Bernhard eine Ordensregel verfaßt haben, ausder Hr. Laven eine Stelle anführt; darin werden Tempelcleriker er-wähnt, und Hr. Laven crmangelt nicht, diese Schriftstelle für sichanzuführen. Hätte er in dem von ihm gebrauchten WilckcschcnBuche weiter gelesen, nur wenige Seiten, so wäre ihm deutlich ge-worden, daß erst 1169 Tempelcleriker eristirt haben, daß jene Stellealso gerade einen Beweis für d,c Unächtheit jener angeblichen bcrn-hardinischen Ordensregel bildet. — Es ist in keiner Weise daranzu denken, daß der Orden vor 1139 eine besondere Kirche und eignenGottesdienst gehabt hätte. — Das Gedicht Orendel kann deshalbimmer erst nach 1139 entstanden sein.
Endlich sagt daS Gedicht gar nicht, daß die Templer in derGrabeskirche Messe gelesen hätten. Es heißt V. 835 ff.:
Do er 6io rvc»rt xesprael,,wie scliiere clor to^en clc, sackvier siicm tompel Iierren,mit Kurte grossen eren,rvie bulcl clar g-iiiK'en,uncl 6ie messe un^ekiiZ'ei,.
Der Schein, den diese Worte geben, verschwindet aber ans derStelle durch die folgenden Verse: