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„seit dem höchsten Altcrthum noch vorhanden, oder od sie etwa heimlich„nach St. Mathias geflogen seien. Aber sie fanden sich, durch Zeit„und Nässe in Asche verwandelt, unversehrt vor.
„In jenen Tagen wurden überhaupt viele menschliche Knochen„in den Kirchen oder aus Grabhügeln ausgestellt und als h. Reli-quien verehrt. Ob sie acht und der Verehrung würdig waren,„mögen die Aussteller selbst zusehn. Genug, was irgend welchen„Gewinn abwerfen konnte, kam damals an das Licht. Vielen Men-schen von Ernst und Gesinnung dünkte es, daß diese neue, bis„dahin unerhörte und zahlreiche Aufsindung von Reliquien der Welt„ganz neue Ereignisse verkünde. Und sehr bald erschien dies nicht„als eitle Täuschung. Denn, um deS Elendes andrer Länder, welches„seit der Ausstellung des h. Nockes in ungewohntem Maaße herein-brach , zu gcschwcigen, auch in Trier fehlte weder Hunger noch„Krieg, weder Pest noch Blutvergießen.
Dies ist die Ansicht eines Trierer Benedictiuerö über die ersteAusstellung des Trierer Rockes. Sie klingt, wie man gesehn hat,etwas herber als die mystische Symbolik des Hn. v. Görrcs. Siestimmt, wenn auch nicht über die Aechtheit, doch über die Wirkun-gen jener Reliquien, genau zu Luthers Ansicht. Dabei ist noch zubemerken, daß Scheckmann sein Buch mit dem Anfang des JahrS1531 abbricht, und bis dahin das heftigste Aergcrniß an allenVorgängen der Reformation genommen hat. Er bezeichnet Lutherals blinden und halsstarrigen Demagogen, er will von Grund seinesHerzens Katholik sein, aber vom h. Rocke leitet er Pest und Kriegfür Trier her.
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Das Orendelgedicht, die Volkssagen, die Elfenbeintafel.
Außer den bisher besprochenen geschichtlichen und mystischenArgumenten treffen wir bei unfern Gegnern noch eine Reihe poe-tischer Beweisstücke, welche freilich in ihren Händen sich seltsamgenug darstellen. Im 16. Jahrhundert war der Clerus zu Triereifrig bestrebt, ein ihm anstößiges Gedicht über den h. Rock nachKräften zu unterdrücken: wir erleben jetzt, daß er ihm heutigen
') Mit dem Reichstag zu Cöln. Januar.