Druckschrift 
3 (1845)
Entstehung
Seite
28
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als in cinc andere Stadl.') Und wenn endlich Hr. Bintcrim selbstS. 77. von einerUebertragung" des h. Mathias im Jahre 1l27redet, wo der angebliche Apostellcichnam eben nur eine neue Ruhe-stätte in derselben Stadt erhielt, wird er noch ein Recht zur Be-schwerde haben, wenn wir seine obige Erörterung das Erzcugniß einerstupiden Gedankenlosigkeit nennen?-)

Wir erwähnten vorher in der Note noch eines besondern ofsi-cicllen Zeugnisses über den Trierer Nock vor 1196: es wird inmancherBeziehung ersprießlich sein, darüber das Nähere beizubringen.Es handelt sich nämlich um ein Schreiben Kaiser Friedrich I. von1157, worin dieser bemerkt, Trier habe besondern Glanz durch denungcnähten Rock des Herrn. Hat es mit diesem Schreiben seineRichtigkeit, so wird die Notorietät des Rockes zwischen 1131 und1196, wie sich auch Hr. Bintcrim sperren mag, scststehn.

Hr. Marx hatte diesen Brief benutzt, um das Alter der kirch-lichen Tradition über den Trierer Nock bis in das zwölfte Jahrhun-dert hinauf zu verfolgen, und die ganze Schaar seiner Nachbeternicht ermangelt, ihm auch hierin unbedingt zu folgen. Wir konntennichts dagegen haben, da wir dem Rocke sa das zwölfte Jahrhundertals eigentliche Geburtsstätte selbst zuwiesen.

Freilich mußten wir (erste Auflage unsrer Schrift S. 45.) be-merken, daß die Aechthcit des Schreibens nicht besonders verbürgtsei. Der einzige Herausgeber desselben, M. Goldast hat sich mancherFabrikation falscher Urkunden schuldig gemacht. Uebrigcns zeigte dasSchreiben kein bestimmtes Merkmal der Unächtheit: auffallend warnur der äußerst heftige Ton der Urkunde gegen den Papst, demwenig ehrenvolle Titel beigelegt, von dem gesagt wird, er rede vondem deutschen Volke stets nur als von den deutschen Narren. Es

') Vgl. nur aus trierscken Heiligengeschichtcn des 1». Jahrhundertsvis-, MIcluIli l. des ll. Viru UiMuIIi III. Villa»-!. 11. Juli. 12» ff.,des 17. den Comuientar der Bollaudtsten zu der invantiu vslüt^okr. III. 396, 399.

Was er sonst noch beibringt, ist überhaupt keiner Widerlegung fähig,so wenig wie etwa der bekannte Satz, daß der Mensch eine unsterb-liche Seele hat, weil der böwc ein wildes Thier ist. Nur ein Bei-spiel. Wir hatten bemerkt, daß Browers Bericht über 1196 deshalbnicht quellenmäßig sei, weil er die einfache Notiz Encns und Scheck-maniis rhetorisch ausschmücke und Brower für diese Zusätze derälieste oder einzige Gewährsmann sei. Hr. B. ist erstaunt. Dereinzige Gewährsmann? Wahrlich, sagt er S. 116. die Prof. scheinenihr Gedächtnis? verloren zu haben: denn im Anhang führen sie selbstdie Stellen des Encn und Schcckmann über diese Enideckung an.