in unsrer Wissenschaft sich nur nothdürftig vergleichen kann , wirdmit scheuer Ehrfurcht vor dieser hochwürdigsten Gelehrsamkeit zurück-treten. Nichts Besseres findet man, wenn man die Stellung des Hn. Or.zur diplomatischen Wissenschaft in das Auge faßt: er hat einen codexdijdvmuticus herausgegeben, er erzählt von seinen Pergamenthand-schriftcn des Breiteren: aber mit allem Pompe preist er die Aucto-rität des Papebrochschcn Propyläum, als wenn nie ein Mabillongelebt, niemals Papebroch selbst geurtheilt hätte, das beste Verdienstseines Buchs bestehe darin, daß es seine Widerlegung hervorgerufenhabe. Es sind das Dinge, die aller Orten zu finden sind, vondenen heutiges Tages wenig mehr die Rede ist, weil jedermann sieals bekannt voraussetzt: für den Bilker Polyhistor sind sie gar nichtvorhanden. Eine recht stattliche Bibliothek mag er besitzen, und jedenBand derselben einige Male durchblättert haben: damit aber ist auchAlles gesagt, was von seinem Studium überhaupt gesagt werden kann.
Seine größte Qualität jedoch, wenn wir seine milde Gelassen-heit ausnehmen, haben wir noch gar nicht berührt. Wir meinen dieunübertreffliche Bündigkeit seines Urtheils, die unerschrockene Conse-qucnz seiner Schlüsse, wir meinen seinen gesunden Verstand. Diesenwollen wir hier zunächst an seinen vorher erwähnten Erörterungenüber das Sylvestcrdiplom anschaulich machen.
Man erinnert sich der ziemlich erkennbaren Positionen unsrersrühern Schrift. Der h. Nock fehlt in den ältesten Exemplaren desDiploms. Er erscheint zuerst in dem Exemplare der Gesta Trevi-rornm um 1131. Außerdem gibt es kein älteres Zeugniß über denh. Rock oder eine dahin einschlagende Tradition. Folglich kann mandie Existenz des Trierer Rockes erst im 12. Jahrhundert nachweisen.
Es ist klar, um diese Sätze zu widerlegen, gibt es nur einMittel, dessen Möglichkeit oder Nichtmvglichkeit schlechthin über dieganze Sachlage entscheidet. Ist es möglich, ein Exemplar der Ur-kunde, oder sonst eine Quelle, älter als das 12. Jahrhundertnachzuweisen, welche den Nock ausdrücklich erwähnt?
Hr. Binterim versichert von S. 95 bis 193 auf das Bestimm-teste und Weitläufigste, es sei so, er bringt ein halbes Dutzendsolcher Zeugnisse und Urkundenexemplare herbei, er macht, wie erfeierlich behauptet, unserem Entwicklungsprocesse geradezu den GarauS.
Also. Es erscheint zuerst S. 99 nach Hillars Angaben (lad.Drevir. ex antiguissimis meml,rn»i8 8. MUlluniiis, lütt. l,. I.iXi. 16 , darin die Urkunde mit dem Rock, tlntiguissimu membrans.