Druckschrift 
3 (1845)
Entstehung
Seite
15
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daß seine Beweise durch den Inkalt unseres zweiten Heftes unmit-telbar erledigt sind: hier und da läßt er inveß bisher nnvcrnommeneTöne erklingen, deren Höhe oder Tiefe wir mit einigen Wortennotircn wollen. Weniger als wäre es der Sache nach belohnend,die Unzulänglichkeit seiner Gründe springt überall von selbst in dasAuge: aber es scheint der Mühe Werth, denehrwürdigen" Ritterselbst von möglichst vielen Seiten zu beleuchten und bekannt zumachen. Seit langer Zeit rechnet er sich zu den gelehrten Zierden,seit einigen Jahren auch zu den Bekenner» des Rheinlandes: seitder Gründung der katholischen Blätter übt er mit Genugthunng imLanddcchanate Düsseldorf die Functionen eines kirchlichen Polizeidienersans, und wirklich gilt er in manchen Gegenden des Niedcrrhcins fürdie stämmigste Säule der von ihm vertretenen Tendenzen.

Daß er mit Eifer, mit Zorne und auch mit einiger Grobheitgegen uns auftreten, daß er die Stumpfheit seiner Waffen durchdie Anstrengung seines Armes gutzumachen streben würde, mußtenwir von vorn herein erwarten. Daß aber das Bewußtsein von derSchwäche seiner Sache so unzweideutig in seiner Stimmung her-vortreten, daß der Schmerz über die Faulheit des von uns getrof-fenen Fleckes in so formlosem Geschrei sich Luft machen würde, daraufkonnten wir nicht, in diesem Grade wenigstens nicht gefaßt sein.Den tiefsten Ton der Leutseligkeit strebt er anzugeben, erscheintihm gleichgültig, ob er Sinn oder Unsinn in seinen Beweisen vor-bringt, ob er sein Wissen und seine Bildung vor den Augen derurthcilfähigcn Leser bekundet oder prostituirt: genug, wenn erseinem Publikum in jedem Satze unsreerbärmlichste Blöße,"unsrcklugen und feinen Verhunzungen" versichern, unsrerfaulenKritik das glänzende Mäntelchen" abreißen kann.

Hierin ist keine Sylbe zu viel gesagt. Ohne Bedenkengeben wir die Behauptung, daß, noch abgeschn von allem Inhalte,schon die Unfläthigkeit seines deutschen Styles Alles hinter sich zu-rückläßt, was in den Streitigkeiten über die Trierer Ausstellung indieser Hinsicht geleistet worden ist. So lesen wir Wortfügungen

etwas planere Gedanken als Hr. Clemens, er gibt zu, daß der Inhaltdes Browcrscken Tertes das Aclteste sei, dann aber decretirt er ausfreier Phantasie, daß dieser nicht im lg. sondern im 4. entstanden,das übrige nicht im II., sondern im 5. Jahrhundert angehängt sei, auf welche Zeitbestimmungen unser zweites Heft des Breiterenantwortet.