ursprünglich der Mctropolitankirche zu Trier durch Schenkung zuge-hört", wogegen Nassau behauptete, „er sei ursprünglich durch dieh, Helena nicht der Trierer Domkirche, sondern dem ganzen ErzstistTrier geschenkt." Dann wird er einschen, daß es eben so nothwen-dig war, auch die historische Unmöglichkeit dieses Punktes mittelsder Stelle des Athanasius nachzuweisen. An der lctztern habensowohl er als sein würdiger GeHülse Binterim ihre Auslegungskunstversucht, ohne daß man ihnen viel Erfolg nachrühmen könnte. Siewollen, so viel man aus ihren verwirrten Worten ersehen kann, ausihr herauslesen, daß damals die Domkirche schon gestanden und mannur andere neben ihr erbaut habe; diese müßten aber nach demZusammenhange der Stelle des Athanasius noch größer gewesensein; so gescheut aber sind sie gewesen, die nähere Angabe, welchediese gewesen sein könnten, zu vergessen. Aus derselben Stelle sehenwir, daß einige Zeit später selbst zu Alexandrien, wohin das Christen-thum längst gekommen, nur wenige und sehr enge Kirchen waren '»und setzt erst größere gebaut werden mußten; wie wäre also ohneWeiteres und ans die bloße Auctorität von z. Th. höchst abge-schmackten, fast um ein Jahrtausend spätern Mönchschroniken, wiedie Gesta Trevirorum, anzunehmen, daß man in Trier gleich großeDome gehabt. Athanasius aber, wie Sirmond richtig gesehen hat,schneidet dergleichen Annahmen kurz ab; er sagt nicht, wie beiAlexandrien, daß andere Kirchen vorhanden und nur zu klein ge-wesen, sondern daß die Kirchen damals erst erbaut wären.
s. 2.
Das Splvesterdiplom und Hr. vr. Binterim.
Wir glaubten mit der ersten Hälfte der h. Nockgeschichte, derSylvesterurkunde und der Vita Agnen, durch die Abfertigung desHn. Clemens bereits abgeschlossen zu haben, als sich in dem Maihesteder katholischen Blätter Hr. vr. Binterim, unermüdlich und unver-meidlich wie er ist, auch auf diese Fragen warf und von Neuemunsrc Urthcile als „faule Eier" zu beseitigen suchte. Hr. Binterimschießt an den meisten Punkten nicht über Hn. Clemens Hinaus/H so
>) ^tlianns. /epot. NU OornN, I. 303 H1694 k»I.) wenn -rcllnon
2) So über die vim ^rieii, über die Möglichkeit, daß ein gewisser Kernder Shlvesterurkunde uralt sein könne. Ueber diesen Kern hat er