seiner Brochure gemacht hat: das arme unwissende Publikum, fürdas er schreibt, soll glauben, er habe etwa besondere uns widerlegendeZeugnisse für seinen Rock aufgesunden; es sind aber dieselben, welchewir längst zusammengeschlagen hatten.
In einer Note zu den letzten Worten führt er folgende Schrift-steller an:
„Baronius ad nun. 326, Gretser Do Oruee Dnm. I.„oper . Die Bollandisten Papebroch ml III. Vlnssi und Pinius„a<l XVIII. ViiA-ust. Tillcmont Dom, VII. (lv 8 Helena 5,„Natalis Alexander mit den Noten des Dom. Mansi 8aeeu>. IV.„äs 8. (l)rillo, wo besonders Basnage und Rivet widerlegt„werden. Gerh, Castell Oonlrov. bist, eecles, Iliss. 25. Franz„Anton Zaccarias Diss. ile Invent. 8, Lrueis."
Wir wollen genau und vollständig alle Argumente derselbennnit Ausnahme des nicht in unseren Bereich befindlichen Zaccarias,der schwerlich etwas anderes als die übrigen vorbringt) in sachlicherOrdnung angeben. Wir Übergehn dabei, was nicht gegen die vonuns anerkannten Gründe gerichtet ist; wenn sich z, B. ein großerTheil der genannten Gewährsmänner mit Widerlegung der Be-hauptung Rivets, die Erwähnung des Kreuzes bei Cyrillus sei unächt,beschäftigt, so würde es zwecklos sein, dicö zu wiederholen, da wirdas Zeugniß Cyrills bestehen lassen. Eben so übergehen wir dieverschiedenen Schimpfwörter, die sie den protestantischen Kritikern an-hängen,') weil wir diesen keine große Beweiskraft beilegen können.
Wir erinnern kurz an den Sachverhalt. Zwei gleichzeitigeZeugen, Eusebius und der ungenannte Pilger von Bordeaux sprechenweitläuftig von Helena's Reise nach Palästina, von Constantins Bauder Grabeskirche, von den in Jerusalem vorhandenen Reliquien. Sieerwähnen weder das Kreuz, noch daß Helena es gefunden. Etwa25 Jahre nach dem angeblichen Ereigniß giebt Cyrill die kurze Notiz,daß unter Constantin das Kreuz des Herrn gefunden und viele Par-tikeln desselben setzt in der Welt zerstreut seien. Erst nach siebenzigJahren erzählen einige Kirchenväter eine wunderbare und immer wun-derbarer werdende Geschichte, wie Helena das Kreuz gefunden habe,welche von ihnen in alle späteren Schriftsteller übergeht.
') Z. B. ketzerisches Prcdigerlein, des Mitleids oder vielmehr des Lackensund der Verachtung würdig, schamloses und abgeschmacktes MaulU. dgl. l>inius «8, 18. i>. ötiö.