nur zu zeigen, daß sein Widerspruch die Sache nicht trifft, undwelcher Art und welches Zweckes derselbe überhaupt sei.
Hr. Binterim hebt an, daß wir „die gelehrten Gegenschriften,"welche von Katholiken unfern Vorgängern in der Kritik der Kreuz-entdeckung entgegengestellt sind, „nicht berührt und deren Gründenicht berücksichtigt haben." Er weiß nicht, ob er dieö „als Mangelan literarischen Kenntnissen oder als eitle Prahlerei und Täuschungder Leser erklären soll."
Die eitle Prahlerei, welche er in dem Mangel der hier un-nöthigen Citate findet, sieht die edle Genossenschaft anderswo in dersorgfältigen Angabe der nöthigen Beweisstellen. Daß es bei unsermGegenstände schwer sein würde, es ihnen recht zu machen, wußtenwir voraus; auch daß sie nach Umständen auf verschiedene Art reden,war uns nicht unbekannt.
Wir haben so wenig die katholischen, als die protestantischenBearbeiter der Frage aufgezählt und ihre Meinungen referirt. Aufdie individuelle Art, wie jeder von ihnen seine Sache führt, kamgar nichts an; das Verdienst, das Material gesammelt und Gründeund Gegengründe ziemlich erschöpft zu haben, bleibt ihnen; uns ge-hörte bloß die Sichtung der Beweise — manche von protestantischenKritikern gebrauchte sind unhaltbar und daher von uns unerwähntgeblieben — und ihre Darstellung an. Aber unwahr ist es, daßwir die Gründe der katholischen Apologeten nicht berücksichtigt habensollen. Wir haben sie sorgfältig geprüft und man wird keinen finden,den wir nicht bei unserer Beweisführung im Auge gehabt und in-direct widerlegt hätten.
„Der negative Beweis, den die Protestanten als ihr stärkstes„Bollwerk vorrücken, ist von den katholischen Kritikern durch positive„Zeugnisse und Beweise so entkräftet und zerstört worden, daß er„völlig wegfallen muß." HS. 14.)
Man soll also glauben, die katholischen Kritiker, hätten Zeug-nisse entdeckt, die ihren protestantischen Gegnern unbekannt gebliebenwaren. Von Zeugnissen aber haben diese, wie Hr. Binterim rechtwohl weiß, nichts weiter vorgebracht, als die Stellen des Ambrosius,Rufinus, Paullinus, Cyrillus u. s. w., also gerade die nämlicheu,welche bereits die ersten Anreger der Frage, die MagdebnrgischenCenturiatoren, angeführt und denen sie eben die Geltung geschicht-licher Zeugnisse abgesprochen hatten. Es verhält sich mit diesen„Zeugnissen," wie mit denen, die Hr. Binterim zum Aushängeschild