Druckschrift 
2 (1845)
Entstehung
Seite
63
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Quellen, zum Theil aus den Gesten selbst entlehnt. Diesefolgen dann I»I. 218 im gcsammten Texte, ohne steh durch einebesondere Ueberschrift zu unterscheiden, und fuhren die Geschichtehinab bis zum Jahre 1008.

Grund genug für die Hn. Wittenbach und Müller, diesenCoder, gestützt ans eine ans Trithem abgeschriebene Notiz einesTrierer Mouches vom Ende des 17. Jabrhnnderts, für uralt,für einen Theil vielleicht der UrHandschrift Golschersauszugeben.') Thun wir dem Hn. Laven Unrecht, wennwir vermuthen, seine Meinung wiederhole nur diesesWyttcnbachschc Urtheil?

Die Sylvcstcrnrkunde steht allerdings darin, mit der Tnnica,dem Kopfe des Cornelius, der trierschen Herkunft Helenas.Sie stebt sogar, wenn wir Hillars Angaben nicht mißversteh»,zweimal in dem Codex, einmal in dem Texte der Gesten, einmalin der vorhergehenden Geschichtensammlnng.

Nun enthält sie in dieser Handschrift des 1038 gestorbenenGolscher aber auch den bis 1053 unbekannten Mathias.") Das31. Capitel der Gesten enthalt hier die erst 1131 aufgekommeneNotiz, daß Agrieins und Marimin im St. Mathiaskloster be-graben lägen.") Mit einem Worte der ganze Codex entbältnicht bloß alle Znsätze der ersten Rceenston zu dem ersten Textedes Ooä. lVIntb. dalmeti, sondern überhaupt alle Interpolationender zweiten. Er ist ganz sicher frühstens um die Mitte des12. Jahrhunderts geschrieben. Dazu stimmt das palvographischeUrtheil eines nnsrer geübtesten Handschriftenkenner im Archivfür deutsche Geschichte VII. 517, der im Verlaufe semer Be-merkungen noch angibt, der Codex sei überfüllt mit offenbarenSchreibfehlern, z. B. eunixnm für «mxinnm, vivoeo für vincero,eodoeo für tnoüoro, bollionin für bol^ienm, maliAno für in nliguo,tenobris für trovorm, tvta für evtta n. s. w., die Handschrift,welche unvollständig mit dem 46. Cap. endige, sei also

>) An ein derartiges Autographon denke» freilich weder Brower, nochHontheini, »och Hillar, welche säinmtlicb eine» bei weitem vollstän-digeren Handschristenschal; in Trier cinsehn konnten, als nnsre Mo-dernen, und von denen Hillax wenigstens den Coder i>. 1. sicher ge-kannt hat.

2) IliM»- V!nd. I'rev. 27, «7.

2) S. die Anmerkung 4 Seite 45.