fügt hat. Ebenso war jene Sitte gleichzeitigen Geschichtscbrei-bens und steten Fortsctzens, Jahrhunderte hindurch, im Mittel-alter keine ungewöhnliche. Es wäre möglich, daß sich die Er-dichtung Trithems auf die willkürliche Annahme beschränkthätte, jene Mönche seien Scholastiker und snecessiv Bearbeiterder Gesta gewesen.
Wie glimpflich aber man auch die Sache ansehn mag,es erhellt aus dem Bisherigen unumgänglich die Forderung:wo nicht die Eristcnz eines von Trithcm genanntenScholastikers sonsther feststeht, da muß, wer sie be-haupten will, sichere Beweise beibringen. Für diebloße Eristcnz, — jeder nähern Bestimmung zu geschweige«.
In diese Kategorie, um endlich wieder bei unfern Gegnernanzulangen, gehört Zk-V' Golsch er Benedietiner zu St. Mathias,nach Trithem Verfasser mehrere sonstiger Werke, Mitarbeiteran den Gesten, und gestorben im Jahre 1033.
Ehe Hr. Laven seinen literarischen Ruf in diese Sacheweiter verwickelt (und es ist eine Gelegenheit, um auf besondereWeise gelehrte Unsterblichkeit zu erlangen) möge er bedenken,was er thut. Trägt sein Coder nicht ausdrücklich den NamenGötschens, hat er nicht sonstige unzweifelhafte Kennzeichenfür die angegebene Jahrszahl: ist vielmehr der Name oder dieZahl durch irgend eine Bezugnahme ans Trithcm bestimmtworden: dann wüßten wir dem Entdecker des Codcr keinenbessern Rath, als unbedingte Appellation an die christliche Nach-steht unsrer Literatur.
Unsre nnvorgrcisliche Meinung geht nun allerdings aufdiesen Fall. Da der Coder von Golschcr geschrieben sein soll,so kann er unmöglich die Nachricht enthalten, Golschcr sei 1038gestorben. Schwerlich aber Härte der Berichterstatter des Hn.Clemens sich mit diesem Trithemschen Datum begnügt, wennin dem Codcr selbst sich irgend eine andere Jahrszahl desselbenZeitabschnittes vorfände. Nun gibt es da in Trier eine Hand-schrift der Gesta Trevirornm, Teev. 30 olim 8. ZVIntb. D l.Ne. 16. In denselben steht vor dem Terte der Gesten von lol.145 der Handschrift an, eine Reihe von Angaben über TrisrschcGeschichte, über die Passion des h. Thyrsus und Palmatius,über Erzbischof Milo u. A>, zun, Theil ans sonstbekannten