Papste Cornelius und andern Reliquien köstlich beschenkte undbesonders bedachte. Wissentliche Verächter dieses Privilegs seienereommnnicirt, da sie dein Anathema unterliegen.
Die zweite: (der Anfang bis indiizeimo fast gleichlautend)Helena welche die Stadt mit dem Mathias und andern Reli-quien, nämlich dem Rocke und Nagel des Herrn, dem Kopfedes Cornelius, dem Zahne des Petrus, den Sandalen des An-dreas und vielen andern Gaben köstlich beschenkte undgeistlich bedachte. Wissentliche n. s. w. Verse:
Nimm den Primat, o Trier, auf jener Seite der Alpen,Diesen verleihet dir Roms altes und neues Gesetz.
Die Stellung der beiden Wörter eeteris eeliqaiis entscheidetüber die angegebene Herkunft beider Formen. Die erste schiebtdie Tuniea in die Urkunde der Vita vor den Nagel ein, diezweite hängt Rock und Nagel, so wie alles Uebrige mit einem»Nämlich«, den Reliquien des Coder an. Auch dies Verhältnißgibt einen neuen und sichern Beweis für das höbercAlter der kürzeren Formen.
Die erste Form steht bereits in der ältesten jetzt vorhandenenHandschrift der Gesta (oo«l. Uiebneü., der mit 1101 schließtund nach 1131 geschrieben ist). Die zweite wird citirt in Hand-schriften der 2. Recension, ans der Mitte des 12. Jahrh.H Sie istvollständiger, als die erste Form, sie ist zugleich auch die jüngste.
Wie viel Gewicht hat nnn diese Angabc der Gesten, außerdem Mathias nnd dem Nagel, sei auch der Nock Christi,der Zahn Petri, der Kopf des Cornelius durch Helenanach Trier geschickt worden?
Inden, wir uns ans dem Vorigen erinnern, daß die Gestenhierin völlig allein stehen, daß weder eine mündlich fortgepflanzteSage, noch ein schriftlich erhaltenes Zengniß ans älterer Zeitsie unterstützt, daß vielmehr die kirchliche Tradition erst vonihnen beginnt, statt sie vorzubereiten, suchen wir von drei Sei-ten her zu der Beantwortung jener Frage zu gelangen. Wirbetrachten erstens den Inhalt der Nachricht für steh allein,zweitens die sonstige Glaubwürdigkeit der Gesten, drittens dieallgemeine Bedeutung irgend einer Quelle des 12. Jahrhundertsfür Ereignisse des vierten.
') Gesa, «. 67, wo die Verse angegeben werden.